04. Jun 2007 14:27
Michael Scheeren, Chef des Segelsydikats Team Germany, hat nach der Pleite beim America's Cup einen großen Umbruch angekündigt. Er widersprach Gerüchten, wonach es keine weitere Kampagne geben soll.
Scheeren widersprach Presseberichten, denen zufolge das zweite deutsche Projekt im Falle eines neuseeländischen Cup-Sieges platzen würde. «Das wäre nur der Fall, wenn die Kiwis gewinnen, den Cup erst 2011 austragen und bis dahin nichts stattfände. Doch so unvernünftig sind die Neuseeländer ja nicht.» Gerüchten zufolge soll Neuseeland für den Fall des dritten Sieges nach 1995 und 2000 mit dem Gedanken spielen, vor dem Cup-Finale eine mehrjährige europäische Serie zu etablieren. «Wenn jedes Jahr fünf, sechs Veranstaltungen im Stil der Acts dieser 32. Auflage stattfinden, dann wäre das auch für uns okay.»Gleichzeitig führt der Finanzmanager aus Walmerod Verhandlungen mit potenziellen neuen Sponsoren und künftigen Führungsfiguren für eine erfolgreichere deutsche Cup-Mannschaft. Dabei nimmt er sich selbst vom Wandel nicht aus «Wenn wir einen Top-Teamchef finden, ziehe ich mich gerne zurück», sagte er. Mit nur zwei von 20 möglichen Siegen und Platz zehn unter elf Herausforderern war Team Germany klar an den selbst gesteckten Zielen vorbeigesegelt.
Laufende Verhandlungen mit künftigen Partnern beurteilt Scheeren als «sehr positiv», will aber erst in einigen Wochen Näheres bekannt geben. Alinghis Sportdirektor Jochen Schümann und Steuermann Karol Jablonski von Desafío Español stehen auf der Wunschliste weiterhin ganz oben, doch Scheeren will die Personalplanung zur Zeit nicht kommentieren: «Wir führen diverse Gespräche, möchten und können uns erst in einigen Wochen zu den Inhalten äußern.» (Tatjana Pokorny, dpa)