«Wir sind unsterblich»
03.06.2007
Herausgeber: netzeitung.de
«Der THW ist in die Königsklasse des Sports aufgestiegen», sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach. Deshalb war die majestätische Maskerade angemessen: In rote Königs-Mäntel gehüllt, ließen sich die Spieler in Cabrios die wenigen Meter bis zum Rathaus chauffieren, wo der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz das Team erwarteten.
Der THW Kiel scheint unersättlich. 13 nationale Meistertitel stehen nun schon zu Buche. Manager Schwenker hat den Unterschied zur Konkurrenz ausgemacht: «Die Spieler schaffen es, ein bisschen disziplinierter zu sein und mehr für den Erfolg zu arbeiten als andere. Die Mannschaft wirkt zielstrebiger, entschlossener.» Nicht jeder, so beteuert der Manager, wolle zum THW. «Jeder weiß, was ihn hier erwartet. Viele wollen lieber um die Häuser ziehen. Aber wer kommt und viel arbeitet, wird belohnt.»
Der emotionale Abschied von einigen Leistungsträgern trieb nicht nur den Spielern die Tränen in die Augen. Nationaltorhüter Henning Fritz, Tschepkin, Pelle Linders, Lars Krogh Jeppesen und Kurzzeit- Aushilfe Tobias Karlsson verlassen die Zebras schweren Herzens. Schwenker hat aber längst die Fangnetze nach Verstärkungen ausgeworfen. Der tschechische Kanonier Filip Jicha und der Nordhorner Börge Lund sollen spätestens zur Saison 2008/2009 kommen, vermutlich aber schon vor dem nächsten Spieljahr anheuern. «In der nächsten Woche werden wir einige Dinge bekannt geben. Es wird Überraschungen geben», meinte Schwenker geheimnisvoll und hielt noch einmal eine Laudatio auf den abwesenden Trainer: «Noka ist der anerkannteste und beste Fachmann, den es im Handball gibt.» (Franko Koitzsch und Christian Kamp, dpa)

