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Cavaliers ziehen erstmals ins NBA-Finale ein

03. Jun 2007 12:15
LeBron James
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Sie lagen fast aussichtslos zurück. Doch nun haben die Cleveland Cavaliers die NBA-Halbfinalserie gegen Detroit doch noch gedreht - und jubeln, als hätten sie den Titel bereits gewonnen.

Sie sind zwar noch nicht Meister, aber die Cleveland Cavaliers feierten schon ihren Einzug in die Finalspiele der Nordamerikanischen Basketball-Liga NBA wie den Titel. Im goldenen Konfetti-Regen bejubelten Team und Fans am Samstagabend den vierten und entscheidenden Sieg im Halbfinale gegen die Detroit Pistons. Durch das 98:82 gewannen die Cavaliers die «Best- of-seven»- Serie mit 4:2-Siegen, erstmals in der 36-Jährigen Vereinsgeschichte die Division Eastern Conference und erreichten das Finale gegen die San Antonio Spurs ein. «Das ist das Beste, was mir je passiert ist», schrie LeBron James den 20562 frenetischen Fans via Mikrofon entgegen. «Falls ich jetzt träume, weckt mich bitte nicht auf», meinte Daniel Gibson. Am Donnerstag beginnt das Finale gegen die Spurs.

Überflieger unter Überfliegern

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Superstar James und Rookie Gibson waren in der Serie gegen Detroit die Überflieger unter den Überfliegern. Der 22 Jahre alte James erzielte in den drei vorangegangenen Spielen im Schnitt 35 Punkte. Beim 109:107-Auswärtssieg nach zweimaliger Verlängerung am Donnerstag hatte er das vielleicht beste Spiel seiner viel versprechenden Laufbahn abgeliefert und seine Leistung mit 48 Zählern veredelt. Als Detroit am Samstag James mit exzellenter Deckungsarbeit in seiner Wirkung stark einengte, trat Gibson an seine Stelle. Der 21-Jährige kam auf 31 Punkte, 19 davon im entscheidenden Schluss-Viertel.

Beide sorgten dafür, dass Cleveland als drittes Team in der NBA- Geschichte nach einem 0:2-Rückstand dank vier Siegen in Folge noch weiterkam. Während beim Außenseiter die Youngster auftrumpften, gingen beim Favoriten die Leistungsträger unter. Rasheed Wallace und Richard Hamilton - zwei Mitglieder der Pistons- Meistermannschaft von 2004 - mussten in der Schlussphase nach zu vielen Fouls vorzeitig vom Platz. Für die beste Mannschaft der regulären Saison in der Eastern Conference endete der Titeltraum zum zweiten Mal nacheinander im sechsten Halbfinalspiel. Diesmal könnte die Niederlage weit reichende Folgen haben. In Detroit droht das Ende einer Ära. Der Vertrag von Chauncey Billups, 2004 noch wertvollster Spieler (MVP) des Finals, läuft aus. Chris Webbers Zukunft ist ungewiss, und Trainer Flip Saunders wird in den nächsten Tagen viele Fragen beantworten müssen.

Cleveland hingegen feiert seine «Kavaliere». Für die ganze Stadt ist der Finaleinzug der größte Erfolg seit 43 Jahren. Seitdem die Browns 1964 letztmalig die Football-Meisterschaft gewannen, warten die Leute im US-Bundesstaat Ohio auf einen Titel. «Wir müssen den Sport in Cleveland gerade rücken», meinte LeBron James mit Blick auf die Serie gegen die Spurs. Gegen den dreimaligen Meister aus Texas sind James und Co zwar klarer Außenseiter, aber das waren sie ja gegen die Detroit Pistons auch schon. (Heiko Oldörp, dpa)

 
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