Prokop fordert Staatsmittel für Dopingkampf
Nach Ansicht von Prokop ist viel mehr Geld für Antidoping- Maßnahmen notwendig, weil das heutige Doping-Kontrollsystem nicht funktioniere. «Es ist ein Hase-und-Igel- Spiel, da eine Reihe verbotener Substanzen nicht entdeckt werden können», sagte der Amtsgerichtsleiter aus dem bayerischen Kelheim. Deshalb müssten die Analysemethoden zur Entdeckung verbotener Substanzen verfeinert und das Kontrollsystem intelligenter gestaltet werden. «Die Bundesregierung könnte mit der Umwidmung eines Teils der Fördermittel zeigen, dass ihr ein ehrlicher, sauberer Sport genauso wichtig ist wie die Erfolgsquote bei Olympischen Spielen», meinte Prokop. «Ich fordere im Sport deshalb eine Glaubwürdigkeits-Offensive, die nicht nur aus Floskeln besteht.»
Die aus der von ihm geforderten Umwidmung von Fördergeldern resultierenden Mindereinnahmen durch den Bund könnten die Spitzenverbände mit verstärkter Sponsoren-Gewinnung ausgleichen. «Die Verbände würden durch eine effektivere Doping-Bekämpfung mehr Glaubwürdigkeit gewinnen und dadurch für die Wirtschaft attraktiver werden», argumentierte Prokop. (Andreas Schirmer, dpa)

