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Sponsor erwägt Ausstieg aus America's Cup

13. Mai 2007 14:09
BMW Oracle und Team Germany (l.)
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Einen Sieg eines Übersee-Seglers will der deutsche Geldgeber von «Team Germany» keinesfalls hinnehmen. Auch die Leistung der Deutschen müsste deutlich besser werden, fordert Rolf Dommermuth.

Der Kampf der Giganten geht in die mit Spannung erwartete Endrunde: Am morgigen Montag starten der zweimalige America's-Cup- Sieger Team New Zealand und das US-Team BMW Oracle Racing als Favoriten in die beiden Halbfinal-Duelle der Herausforderer-Serie zum Segelklassiker. Als Sieger der Vorrunde haben sich die Neuseeländer mit den spanischen Gastgebern vom Team Desafío Español den Gegner selbst wählen dürfen. Dadurch treffen in der zweiten Paarung die nach der Vorrunde zweitplatzierte Mannschaft von Software-Milliardär Larry Ellison und die drittplatzierte italienische Luna Rossa Challenge aufeinander.

In den Sternen

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Unterdessen steht eine deutsche Folgekampagne für die nächste Cup- Auflage in den Sternen. Geldgeber United Internet knüpft ein erneutes Engagement an Bedingungen. «Falls Neuseeland oder die USA gewinnen, ist der nächste Cup definitiv kein Thema mehr für uns», sagte Dommermuth dem Nachrichtenmagazin «Focus». Der Markt von United Internet sei vor allem Deutschland und Europa. Zudem forderte Dommermuth ein sportlich überzeugendes Konzept. Eine zweite Kampagne müsse klappen: «Es gibt keinen zweiten Anfänger-Bonus.»

Das Halbfinale vor Valencia wird im «Best-of-nine-Modus» ausgetragen. Wer zuerst fünf Siege verbuchen kann, zieht in das Finale um den Louis Vuitton Cup ein. Gesucht wird der Gegner für Titelverteidiger Alinghi. Der Sieger der Herausforderer-Runde fordert das Schweizer Dream-Team im 32. Match um den America's Cup vom 23. Juni an heraus. Alinghis Sportdirektor Jochen Schümann glaubt aber nicht an glatte Durchmärsche der Favoriten: «Es wird enger als viele denken.»

Klassenprimus BMW Oracle

Als Außenseiter gelten die Spanier mit ihrem Steuermann Karol Jablonski, dessen Profikarriere am Steinhuder Meer bei Hannover begann. 1993 half der 44 Jahre alte Pole mit deutschem Pass als Steuermann der «Container» den letzten deutschen Sieg im Admiral's Cup zu sichern. «Wir haben unseren Traum vom Halbfinale für Spanien verwirklicht», sagte Jablonski, «doch jetzt kämpfen wir erst recht weiter.»

Die vier Halbfinal-Qualifikanten bringen es gemeinsam auf ein Budget von rund 380 Millionen Euro. Klassenprimus BMW Oracle mit dem Münchner Tony Kolb an Bord stehen im zweiten Cup-Anlauf etwa 150 Millionen Euro zur Verfügung. Die Spanier müssen angesichts von 60 Millionen Euro mit weit weniger als der Hälfte auskommen. Mit offiziell jeweils 80 und 90 Millionen Euro operieren Neuseeland und Italien auf ähnlichem Niveau.

In den Duellen der Spitzenmannschaften wird viel vom Können der Steuerleute abhängen, denn bei etwa gleich schnellen Yachten führt ein gewonnener Start im Matchrace in mehr als 70 Prozent der Fälle zum Sieg. Im Kampf zwischen Neuseeland und Spanien trifft dabei der eher zurückhaltend steuernde Dean Barker auf den aggressiven Starter Karol Jablonski mit dem Spitznamen «Weißer Hai». In der Begegnung zwischen BMW Oracle und Luna Rossa fordert der mit allen Wassern gewaschene 44 Jahre alte Chris Dickson mit dem Spitznamen «Laser Eyes» den 27 Jahre alten «Jungen Wilden» James Spithill zum Duell der Generationen. (Tatjana Pokorny, dpa)

 
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