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Team Germany sucht neuen Skipper

09. Mai 2007 09:38, ergänzt 15:10
Jochen Schümann
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Nach der erfolglosen Kampagne beim America's Cup sucht Team Germany einen Nachfolger für Skipper Jesper Bank. Der Wunschkandidat reagiert allerdings bereits genervt.

Nach dem Untergang der deutschen America's-Cup- Segler vor Valencia soll Jochen Schümann den erfolglosen Skipper Jesper Bank beerben. Die Verantwortlichen der ersten deutschen Kampagne in der 156-jährigen Cup-Geschichte führen schon Gespräche mit möglichen neuen Führungsfiguren. Doppel-Olympiasieger Bank scheiterte in dem Mannschaftssport vor allem an seinem autoritären Führungsstil. In den vergangenen zwei Jahren waren diverse Mitglieder der Crew ausgemustert worden. Bereits in den vergangenen Tagen hatte Bank seinen Posten als Sportdirektor mehrfach zur Disposition gestellt. Die von ihm gewünschte «lange Pause» könnte endgültig sein, denn der 50-Jährige «will dem deutschen Team nicht im Wege stehen. Es soll ja für die Zukunft nicht schlechter werden.»

Öffentliche Avancen

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  • Wunschkandidat Nummer 1 auf dem Weg aus der Misere bleibt Schümann. Im Ringen um den richtigen Kurs in eine bessere Zukunft der im ersten Anlauf kläglich gescheiterten deutschen Cup-Jäger spielt Alinghis Sportdirektor eine zentrale Rolle. Doch der Wahl-Penzberger ist genervt von den öffentlichen Avancen der Deutschen. Der dreimalige Olympiasieger hat sich unter Hinweis auf sein laufendes Engagement für den Schweizer Titelverteidiger vorerst alle Spekulationen verbeten. «Zunächst einmal habe ich hier bei Alinghi eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Außerdem fühle ich mich hier wohl.»

    Parallel sucht die deutsche Projektleitung in Geheimtreffen nach weiteren neuen Top-Seglern für die geplante Folgekampagne. «Wir führen Gespräche mit verschiedenen Leuten», sagte Teamchef Michael Scheeren, der einräumt, dass das Team Germany seine Ziele mit Platz zehn unter elf Herausforderern «klar verfehlt» habe. Auch an dem Wunsch von Team-Inhaber Ralph Dommermuth segelte die «Germany 1» vorbei. Der Internet-Unternehmer hatte gefordert: «Das Team soll in alle Richtungen einen vernünftigen Eindruck machen. Wichtig sind Kriterien wie sportlicher Erfolg, Skandalfreiheit und sympathischer Auftritt.»

    Zum Warten verdammt

    Damit ist das United Internet Team Germany bis Ende des 32. America's Cups Anfang Juli zum Warten verdammt, denn ohne Zu- oder Absage des begehrten Schümann können nur schwerlich Top-Leute verpflichtet werden, die womöglich nicht in das Konzept von Schümann passen würden. Am morgigen Donnerstag sollen erste Zukunftspläne erläutert werden. Von der Bekanntgabe erwarten Insider die Ankündigung eines «für deutsche Verhältnisse überraschenden» radikalen Kurswechsels. Neuigkeiten werden für zwei Bereiche erwartet: Die Personalstruktur und das Sponsorengefüge.

    Auch die desillusionierte Mannschaft wartet auf Signale ihrer Teamleitung. Der Hamburger Trimmer Matti Paschen erklärte: «Der America's Cup spielt eine zentrale Rolle im Leben eines Profiseglers. Wir verstehen natürlich, dass erst die Führung stehen muss, bevor mit uns über die Zukunft gesprochen wird. Aber klar ist auch, dass wir wissen wollen, wie es weiter geht.» (Tatjana Pokorny, dpa)

     
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