08.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Stefan Kretzschmar
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Kritische Worte in Richtung Vereinsführung sind Magdeburgs Handball-Star Stefan Kretzschmar nicht gut bekommen. Der Bundesligist rief den Spieler arbeitsrechtlich zur Ordnung.
Handball-Star Stefan Kretzschmar ist nach seiner Kritik an der Personalpolitik der neuen Führungsriege des Handball- Bundesligisten SC Magdeburg abgemahnt worden. «Ja, ich habe eine Abmahnung bekommen, viel mehr darf ich nicht dazu sagen», erklärte Kretzschmar in der «Magdeburger Volksstimme». Kretzschmar hatte sich unmittelbar nach dem Triumph im EHF-Pokal vor einer Woche über die personellen Spielerentscheidungen unzufrieden geäußert und zudem Ansprüche auf den Manager-Posten angemeldet.
«Mein Traum»SCM-Präsident Rolf Oesterhoff hatte unmittelbar nach Kretzschmars Äußerungen, die er als vereinsschädigendes Verhalten interpretierte, Konsequenzen angekündigt. In einem Gespräch mit Oesterhoff und dem neuen Manager Holger Kaiser wurde neben der Bestrafung für den 218- maligen Nationalspieler, der noch einen Vertrag bis 2008 hat, auch diskutiert, wie eine Mitarbeit Kretzschmars im SCM-Management und - Marketing aussehen könnte. «An unserer grundsätzlichen Haltung, unbedingt mit ihm zusammenarbeiten zu wollen, hat sich nichts geändert. Es muss aber noch eine Abstimmung mit bestimmten Gremien erfolgen», sagte Oesterhoff, stellte aber auch klar: «Damit es keine Missverständnisse gibt: Auch wenn, Kretzsche in Zukunft im Management mitmischen sollte, Chef im Ring ist und bleibt Holger Kaiser.»
Das Gespräch über seine berufliche Zukunft sei «okay gewesen», so Kretzschmar, der seit 1996 an der Börde auf Torejagd geht. «Es wird noch ein weiteres geben und danach wird etwas schriftlich fixiert», betonte der 34-Jährige. «Mich beim SCM beruflich zu verwirklichen, bleibt mein Traum», ergänzte Kretzschmar, der bereits am 25. Januar 1999 eine Abmahnung durch den Verein erhalten hatte. Damals hatte er in einer TV-Talkshow den damaligen SCM-Manager Bernd-Uwe Hildebrandt wegen der Entlassung von Trainer Lothar Doering kritisiert. (dpa)