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Team Germany trotz Sieges abgeschlagen

02. Mai 2007 17:35, ergänzt 21:53
Das Boot
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Die deutsche Segel-Mannschaft hat in der Herausforderer-Runde zum America's Cup auch rechnerisch keine Chancen mehr aufs Semi-Finale. Auch wenn es einen Sieg gegen einen krassen Außenseiter gab.

Mit Michael Schumacher ist am Mittwoch das Rennvergnügen ins America's Cup-Revier vor Valencia zurückgekommen. Der ehemalige Formel 1-Weltmeister erlebte als Gast an Bord der neuseeländischen Yacht mit der Segelnummer NZL 92 sein erstes America's Cup-Duell und «besiegte» sogleich das Team +39 Challenge aus Italien. Statt des Rennanzugs trug der Kerpener eine leuchtend rote Segeljacke, statt Pilotenhelm eine Sonnenbrille.

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  • Dem Team Germany brachte Schumacher allerdings wenig Glück. Die «Germany 1» kassierte im ersten Rennen des Tages ihre zwölfte Niederlage gegen die italienische Luna Rossa. Anschließend gelang mit 2:16 Minuten Vorsprung der zweite Erfolg über die krassen Außenseiter aus China. Mit insgesamt nur fünf Punkten auf dem Konto hat die deutsche Mannschaft nach dem 17. Renntag nun auch rechnerisch keine Chance mehr auf das Erreichen der Semifinalläufe.

    Skipper Jesper Bank hat unterdessen das deutsche Nachfolge-Projekt mit dem dreimaligen Olympiasieger Jochen Schümann im Visier. In der Diskussion um einen Wechsel des Sportdirektors der Schweizer «Alinghi» ins deutsche Team bezog der dänische Doppel-Olympiasieger am Mittwoch klar Stellung: «Wir wünschen uns doch alle, dass Jochen Schümann kommt. Das hier war schon immer seine Kampagne. Ich war doch nur der Stellvertreter.» Schümann selbst, der mit den Eidgenossen die Cupverteidigung anstrebt, will sich zu seinen Plänen nicht äußern: «Ich habe zunächst bei Alinghi eine wichtige Aufgabe zu erledigen.»

    Am Rande des Regatta-Geschehens sorgte eine Entscheidung der internationalen Jury für Nachtschichten im Team Mascalzone Latino. Den Italienern wurde nachgewiesen, dass sie bei der Lackierung ihrer Yacht für die oberste Schicht eine nicht erlaubte umweltschädliche Farbe benutzt haben. Dafür bekam die Mannschaft von Vincenzo Onorato 10 000 Euro Geldstrafe aufgebrummt, musste den Lack abschleifen und neu aufbringen. Zudem machten die Italiener nach einigen Rückschlägen durch einen Steuermannswechsel auf sich aufmerksam. Das Rad übernahm der Neuseeländer Cameron Dunn vom Italiener Flavio Favini.

    Nach der endlosen Serie von Flauten- und Sturmabsagen hatten die Veranstalter zumindest an Land Grund zur Freude. Die anfänglich zurückhaltenden Valencianer haben ihre Begeisterung für den America's Cup entdeckt. Für Donnerstag wird im Hafen der 1 000 000. Besucher seit dem 1. April erwartet. (dpa)



     
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