netzeitung.deKenianer Rop gewinnt Hamburg-Marathon

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Rogers Rop (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Rogers Rop
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Im Schlussspurt hat Rogers Rop seinen Landsmann Wilfred Kigen abgehängt. Den Streckenrekord verpasste der Kenianer beim Hamburg-Marathon aber.

Der Kenianer Rogers Rop hat den Hamburg-Marathon in einem packenden Schluss-Spurt gewonnen, den Streckenrekord aber knapp verpasst. Erst auf den letzten Metern setzte sich der Favorit am Sonntag in 2:07:32 Stunden gegen seinen Landsmann Wilfred Kigen (2:07:33) durch. Der hatte Rop kurz vor dem Ziel noch einmal kurzzeitig überholt, musste sich dann aber doch geschlagen geben. «Ich bin einfach nur glücklich und kaputt. Vom Start weg wollte ich hohes Tempo gehen, am Schluss sind die Kräfte aber etwas ausgegangen», sagte Rop, der den Streckenrekord des Spaniers Julio Rey aus dem Vorjahr (2:06:52) um eine knappe Minute verfehlte.
Böiger und kalter Wind
Rop, Sieger des New York- und Boston-Marathon 2002, verbesserte seine persönliche Bestzeit um zwei Sekunden und erhielt für seinen Sieg 30.000 Euro Siegprämie plus 20.000 Euro für eine Zeit unter 2:08:00. «Es ist eine ganz tolle Strecke. Die Atmosphäre habe ich auch etwas genießen können», sagte der 31-Jährige. Bester Deutscher war Martin Beckmann als Siebzehnter. Der 29-Jährige erreichte das Ziel nach 2:15:22 Stunden und unterbot damit die Mannschafts-Norm für die WM in Osaka (2:17:00). «Zwischen Kilometer 32 und 37 hatte ich einige Schwierigkeiten. Der Wind war phasenweise böig und kalt auf dem Rückweg», sagte der Läufer aus Leinfelden-Echterdingen.

Bei den Frauen verpasste Claudia Dreher als Achte in 2:33:59 die Norm für die Welt-Titelkämpfe im Spätsommer in Japan um zwei Minuten. «Ich bin froh, heute überhaupt ins Ziel gekommen zu sein», sagte die Magdeburgerin, der eine Sehnenentzündung am Bein zu schaffen machte. «Mein Minimalziel habe ich aber erreicht», meinte sie zu ihrer Zeit. Die Konkurrenz entschied überraschend Ayelech Worku für sich. «Ich habe damit selbst nicht gerechnet. Ursprünglich wollte ich eine gute Zeit laufen. Bei Kilometer 40 habe ich realisiert, dass ich heute sogar die Chance habe, zu gewinnen», sagte die Äthiopierin, die sich damit auch die 30.000 Euro Siegprämie sicherte.

Mehr als eine halbe Million Zuschauer feuerten die Läufer beim zweitgrößten Marathon in Deutschland (nach Berlin) vom Streckenrand an. Allerdings fehlte der viermalige Hamburg-Sieger Rey (Spanien), der seinen Start wegen der Teilnahme in Paris vor zwei Wochen abgesagt hatte. Das Feld der 23.l027 gemeldeten Teilnehmer war um 9.00 Uhr bei guten Bedingungen - Sonnenschein, wolkenlosem Himmel und Temperaturen um 15 Grad Celsius - auf die Strecke gegangen. (dpa)