Kein anderer besitzt wie er die Fähigkeit, sich abzustoßen und zu beschleunigen, als sei er ein Delfin. In Zusammenarbeit mit dem George-Washington-Institut haben die US-Schwimmer die Schwanz- Bewegung des Meerestier mit den Beinen imitiert. Phelps hat die Bewegung perfektioniert. Bei jeder Wende zieht er seinen Konkurrenten davon, die Resultate sind unglaubliche Leistungssteigerungen.In Athen wurde Phelps 2004 mit sechs olympischen Goldmedaillen dekoriert. In der Rod-Laver-Tennisarena von Melbourne schwamm er in sieben Endläufen sieben Mal zu Gold und stellte dabei über 200 Meter Freistil, 200 Meter Schmetterling, 200 Meter Lagen und 400 Meter Lagen Weltrekorde auf. Dass ihm durch einen Frühstart der im Vorlauf disqualifizierten US-Lagenstaffel ohne eigenes Zutun Titel Nummer acht verwehrt wurde, wird ihn zusätzlich motivieren. Mit 17 Gold- und drei Silbermedaillen ist Phelps trotz seiner Jugend der erfolgreichste Schwimmer bei Weltmeisterschaften.
Vor den Titelkämpfen in Melbourne äußerte er, bei der WM etwas auf den Weg bringen zu wollen, «was ich 2008 umsetzen möchte». Mark Spitz soll in China seinen «Weltrekord» einbüßen. (Dietmar Fuchs, dpa)