Lurz sorgt für Erleichterung bei den Schwimmern
Annika Lurz hat sich selbst am meisten überrascht: «Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Gestern waren es die Nerven, die nicht mitgespielt haben. Heute war ich ganz entspannt, total relaxt.» Dann dachte sie an das Team: «Ich hoffe nun ganz stark, dass die ganze Mannschaft diesen Schwung in die nächsten Wettkämpfe mitnimmt.»
Das will auch Janine Pietsch. «Finale erreicht, gut», stellte sie nach Platz fünf im Halbfinale in 28,72 Sekunden fest. «Die Zeit, na ja. Für eine Medaille wird es sehr schwer.» Dem verlorenen Weltrekord trauerte sie nicht lange nach. «Das war klar, dass der geknackt wird. Ich habe ja noch meinen Europarekord.» Leila Vaziri bekannte: «Ich hatte den Weltrekord im Kopf. Die Atmosphäre ist so einmalig, dass man einfach Rekorde aufstellen möchte.»
Frustriert war Antje Buschschulte, die über 50 m Rücken als Zwölfte in 29,00 Sekunden deutlich am Finale vorbei schwamm. «Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt, aufzugeben und abzumelden», sagte die Magdeburgerin, «aber einfach aufgeben ist auch nicht gut.» Die Weltmeisterin von 2003 und WM-Zweite von 2005 über 100 m Rücken hat die WM vorzeitig abgeschrieben. «Hier vorne mitschwimmen werde ich nicht mehr.» Für die noch ausstehenden 50 m Schmetterling gab sie sich schon vorher geschlagen: «Ich bin nicht in Form.»
Phelps schwamm zu seinem bereits 18. Weltrekord. Madsen stellte begeistert fest: «Der ist vom anderen Stern.» Der Olympiasieger zeigte sich bescheiden: «Ich bin selbst erstaunt, dass ich so schnell war. Der Ukrainer Oleg Lisogor trat in 27,66 Sekunden über 50 m Brust die Nachfolge von Mark Warnecke an. Oussama Mellouli schwamm über 800 m Freistil zum ersten WM-Gold für Tunesien. Titelverteidiger Grant Hackett blieb vor seinem Publikum nur Rang sieben. (dpa)

