VfL Gummersbach fliegt aus Champions League
04.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
VfL Gummersbach fliegt aus Champions League
Der VfL Gummersbach hat den Halbfinal-Einzug in der europäischen Champions League noch unglücklich verspielt. Den HSV-Handballern gelang dagegen der bisher größte Erfolg.
Der deutsche Handball-Rekordmeister VfL Gummersbach hat das Halbfinale in der europäischen Champions League unglücklich verpasst. Vor 16.359 Zuschauern in der Kölnarena, Stätte des deutschen WM-Triumphes, musste der fünfmalige Europacupsieger der Landesmeister am Sonntag im Rückspiel gegen CBM Valladolid aus Spanien eine 32:34 (18:17)-Niederlage hinnehmen. Im Hinspiel vor einer Woche in Spanien hatte die Mannschaft des isländischen Trainers Alfred Gislason ein 36:36 erreicht.
Vier Tage nach dem Sieg in der Bundesliga gegen Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt an gleicher Stelle brachte der Franzose Daniel Narcisse Gummersbach mit dem 6:5 (8.) erstmal in Führung. Die Partie war für beide Mannschaften ein Wechselbad der Gefühle, denn die Spanier, betreut von Nationaltrainer Juan Carlos Pastor, setzten sich beim 13:11 (20.) erneut leicht ab, gerieten dann aber mit 14:16 (26.) und bis zur Pause mit 17:18 in Rückstand.
Dramatik purDie Dramatik setzte sich auch im zweiten Spielabschnitt fort, als Valladolid eine Schwächephase der Oberbergischen nutzte und beim 26:23 (43.) und 27:24 (46.) mit jeweils drei Treffern Differenz führte. Durch Narcisse zum 28:30 und Vedran Zrnic zum 29:30 (53.) gelang dem VfL abermals der Anschluss und durch zwei Tore von Momir Ilic bis zur 56. Minute sogar der Ausgleich zum 31:31.
Doch dann trafen für die Spanier in den Schlussminuten Roberto Garcia Parrondo und Ruben Garabaya Arenas. Alexis Alvanos gelang noch das 32:33, aber drei Sekunden vor dem Abpfiff traf Jose Avila zum entscheidenden 34:32 für Valladolid. Mit neun Toren war Ilic erfolgreichster Werfer für Gummersbach. Der am Ende angeschlagene Narcisse traf sieben Mal.
HSV-Handballer erfolgreicherDerweil gelang den Handballer vom HSV Hamburg der bislang größte internationale Erfolg. Das Team von Trainer Martin Schwalb mit einem 34:31 (15:17)-Erfolg beim ukrainischen Meister Portowick Juschni in das Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger ein. Das Hinspiel hatten die Hamburger, die erstmals überhaupt in einem europäischen Semifinale stehen, bereits mit 48:22 für sich entschieden. Bester Werfer der Hanseaten war der Südkoreaner Kyung-Shin Yoon (9/1).
26 Tore VorsprungAngesichts des 26-Tore-Vorsprungs ließ es der HSV, der ohne Weltmeister Torsten Jansen (Magen-Darm-Infekt), Bertrand Gille (Muskelfaserriss) und Torhüter Goran Stojanovic (Bronchitis) antrat, zunächst ruhig angehen. Viele Unkonzentriertheiten und technische Fehler ermöglichten den Gastgebern vor 900 Zuschauern einen Zwei- Tore-Vorsprung zur Pause. Danach erhöhte der deutsche Pokalsieger, der das Hinspiel nach Belieben dominiert hatte, merklich das Tempo und fuhr am Ende einen glanzlosen, aber verdienten Pflichtsieg ein. (dpa)