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Lupe BBC soll auf Online-Werbung verzichten

Ein Verband britischer Medien fordert von dem Rundfunksender BBC, auf das lukrative Geschäft mit Online-Werbung zu verzichten. Die Gruppe fürchtet um die Einnahmen der privaten Konkurrenz.

Der britische Rundfunksender BBC soll künftig auf seinen internationalen Internetseiten keine Werbung mehr schalten. Das fordert die British Internet Publishers Alliance (Bipa), ein Zusammenschluss britischer Medienverlage mit Online-Auftritt, wie BBC News am Montag berichtete. Der Medienverband sieht in der Kommerzialisierung des gebührenfinanzierten Senders eine Gefahr für die private Konkurrenz im Netz.

«Einnahmen aus Online-Werbung mögen zur Steigerung der Gebühren als höchst attraktiv gelten, doch der Schaden für den privaten Sektor wäre weit größer als der Nutzen», so Bipa. Zudem fürchtet der Verband, der Medienunternehmen wie News International, Trinity Mirror und Guardian Media Group vertritt, um den Ruf von BBC: Der Sender unterlaufe mit dem Schalten von Online-Werbung seinen Ruf von Integrität und Unparteilichkeit.

Mehr Geld für Radio und Fernsehen
BBC argumentiert dagegen, dass auch die internationalen Leser an den Kosten beteiligt werden müssten. Britische Nutzer zahlten bereits Lizenzgebühr für die Website. In der kommenden Woche will BBC über das Anliegen beraten.

Aus den Einkünften aus Online-Werbung könnte der Sender eigenen Angaben nach das Budget für die internationale Website BBC World Service bestreiten. Das dadurch eingesparte Geld könnte wiederum in Radio- und Fernsehaktivitäten investiert werden.

BBC will den Lesern künftig Video-Clips in Breitbandqualität anbieten, denen ein Werbefilm vorgeschaltet werden soll. Bipa bemängelt jedoch es sei illusorisch zu glauben, dass es möglich sei, die Inhalte nicht-kommerziellen von den kommerziellen Inhalten zu trennen. (nz)