Der klamme deutsche Wintersportverband ist derzeit ganz auf das Erfolgsteam um Problemcoach Ingo Steuer angewiesen, der für die Zukunft noch große Taten ankündigte. «Bei der WM wollen wir eine Medaille», lautet das kurzfristige Ziel. Experten trauen den innovativen Läufern Sawtschenko/Szolkowy sogar den ganz großen Coup zu - wenn nicht in diesem Jahr, dann 2008. So lange allerdings nicht geklärt ist, ob die deutschen Sportverbände mit Steuers Stasi-Vergangenheit leben wollen, kann die DEU den Ex-Weltmeister in keiner Weise unterstützen - geschweige denn, Nachwuchs zu ihm schicken.«Der Eiskunstlauf liegt in Deutschland ziemlich nieder. Es wäre doch schön, wenn der EM-Titel einen positiven Schub auslöst», meinte DEU-Vizepräsident Uwe Harnos. Der Jurist wird sich zur Bewertung von Steuers Stasi-Akte sachkundige Hilfe holen und dann ein schriftliches Resümee ziehen. Sollte es zu keinem einlenkenden Gespräch mit dem Bundesinnenministerium und dem Deutschen Olympischen Sportbund kommen, wird man sich im April/Mai noch einmal vor dem Münchner Oberlandesgericht treffen. «Wir wollen bis zum Ende der Saison Klarheit haben und endlich Ruhe einkehren lassen», sagte Harnos. (dpa)