21.01.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Nikolai Walujew
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
«So einen Ausgang hatte ich mir nicht gewünscht», sagte der alte und neue Weltmeister aus Russland, Walujew, nach seinem 47. gewonnenen Profikampf. Der Gegner haderte derweil mit seinem Schicksal.
Profi-Boxer Nikolai Walujew bleibt Weltmeister im Schwergewicht. Der WBA-Champion aus Russland bezwang Samstagnacht in Basel den Amerikaner Jameel McCline durch technischen K.o. in der dritten Runde. Der 2,13 Meter große Titelverteidiger ist damit in 47 Profi-Kämpfen ungeschlagen, während McCline bereits die siebte Niederlage im 48. Kampf hinnehmen musste. «So einen Ausgang hatte ich mir nicht gewünscht», sagte der alte und neue Weltmeister.
Der 33-jährige Walujew muss im nächsten WM-Duell am 15. April gegen den Usbeken Ruslan Tschagajew aus dem Hamburger Universum-Boxstall antreten. Sollte er erneut siegreich sein, ist ein Titelvereinigungskampf mit IBF-Weltmeister Wladimir Klitschko aus der Ukraine geplant. «Ich werde jetzt nicht lange warten und mich auf meine nächste Titelverteidigung vorbereiten», sagte Walujew.
Frühes EndeVor 9000 Zuschauern in der ausverkauften St. Jakobshalle konnte der 15 Zentimeter größere und 25 Kilogramm schwerere Russe seine überlegene Physis in den ersten beiden Runden nicht wie gewünscht ausspielen. Der Kampf fand ein vorzeitiges Ende, als sich der Herausforderer in der letzten Aktion der zweiten Runde schwer am Knie verletzte. Bei McCline sprang die Kniescheibe heraus, so dass er den Kampf nicht mehr fortsetzen konnte. «Das ist wahrscheinlich das Ende meiner Karriere», meinte der Amerikaner deprimiert.
In einem weiteren Kampf verteidigte Marco Huck seinen EU-Titel im Cruisergewicht gegen den Belgier Ismail Abdoul erfolgreich. Der 22 Jahre alte Barliner, der den Titel fünf Wochen zuvor in einem Skandalkampf gegen den Italiener Pietro Aurino erobert hatte, siegte nach zwölf Runden einstimmig nach Punkten (118:110, 118:110, 118:110). (nz)