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Handballer verlieren letzten WM-Test

13. Jan 2007 16:47
Bundestrainer Heiner Brand
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Die Generalprobe für die in einer Woche startende Handball-WM haben die deutschen Handballer nicht bestanden. Gegen WM-Teilnehmer Ägypten setzte es eine Niederlage.

Von Martin Kloth

Deutschlands Handball-Männer haben die Generalprobe für die Weltmeisterschaft im eigenen Land verpatzt. Im letzten WM-Test unterlag der EM-Fünfte am Samstag in München Ägypten mit 29:30 (14:16). Trotz enthusiastischer Anfeuerung der 11.900 Zuschauer in der Olympiahalle versäumte es der Gastgeber, weiteres Selbstvertrauen für die WM zu sammeln. Bester Werfer im deutschen Team war Jubilar Markus Baur (Lemgo/6/3) in seinem 200. Länderspiel. Die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) bestreitet das WM- Eröffnungsspiel am Freitag in Berlin gegen Brasilien.

Noch nicht komplett

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Obwohl sich das Verletztenlager im deutschen Team vor dem letzten Vorbereitungsspiel gelichtet hatte, musste Bundestrainer Heiner Brand weiterhin auf wichtige Stammkräfte verzichten. So fehlten die Kreisläufer Andrej Klimowets (Kronau/Östringen/Oberschenkelzerrung) und Sebastian Preiß (Lemgo/Einriss Wadenmuskulatur) sowie Rückraumspieler Oleg Velyky (Kronau/Östringen/Sehnenverletzung im Fuß). Zudem setzte Rückraum-Ass Pascal Hens (Hamburg) wegen einer Bauchmuskelblessur aus.

Dafür kehrte wie erhofft Spielmacher Markus Baur (Lemgo) nach auskurierter Oberschenkelverletzung ins Team zurück und absolvierte sein 200. Länderspiel. Siebeneinhalb Wochen nach seinem Mittelhandbruch feierte zudem Rechtsaußen Florian Kehrmann sein Comeback in der Nationalmannschaft. «Es funktioniert alles, ich habe keine Probleme mehr», berichtete der Lemgoer. Auch liefen die zuletzt wegen Verletzungen vermissten Rolf Hermann (Lübbecke), Holger Glandorf (Nordhorn) und Torsten Jansen (Hamburg) wieder auf.

Nach den Trainingseinheiten mit dezimierter Mannschaft im Trainingslager in Herrsching am Ammersee war der DHB-Auswahl das fehlende Timing bei ihren Spielzügen anzumerken. Auch mangelte es noch an der nötigen Spritzigkeit, um den schnellfüßigen Ägyptern in jeder Spielphase Paroli bieten zu können. So geriet der WM-Gastgeber rasch mit 0:2 (3.) ins Hintertreffen. Zwar raffte sich das Team um Kapitän Baur, der nervenstark drei Siebenmeter verwandelte, auf und
ging beim 5:4 (9.) zum einzigen Mal im ersten Durchgang in Führung. Im Anschluss jedoch mangelte es weiterhin an Präzision im Angriff und vor allem beim Torabschluss. Außerdem parierte Ägyptens Torhüter Mohamed Nakib Bahir zahlreiche Bälle. So geriet der EM-Fünfte beim 9:12 (19.) erstmals mit drei Toren in Rückstand, den er bis zum 14:16-Pausenstand nur um einen Treffer verringern konnte.

Schrecksekunden

Bis dahin hatte der Gastgeber zwei Schreckensmomente zu überstehen: In der 12. Minute humpelte Christian Zeitz (Kiel) nach einem Zusammenprall vom Feld. Und in der 16. Minute musste der gerade von einer schweren Gesichtsverletzung genesene Glandorf nach einem bösen Ellenbogenschlag des Ägypters Belal Awwad ins Gesicht lange behandelt werden. Beide standen in der zweiten Halbzeit wieder zur Verfügung.

In die zweiten 30 Minuten startete die DHB-Auswahl furios und ging mit 19:17 (34.) in Führung. Doch Ägypten glich beim 23:23 (42.) wieder aus. Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. (nz)

 
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