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Rekonvaleszenten kehren in DHB-Team zurück

10. Jan 2007 14:33, ergänzt 15:24
Florian Kehrmann
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Handball-Nationalspieler Florian Kehrmann kann nach einer raschen Genesung seines Mittelhandbruchs den letzten WM-Test bestreiten. Auch ein zweiter Leistungsträger meldet sich gesund.

Von Martin Kloth und Heinz Büse, Herrsching

Die bevorstehende Rückkehr von Florian Kehrmann und Markus Baur hat neun Tage vor Beginn der Heim-WM für die lang ersehnte Entspannung im Lager der deutschen Handballer gesorgt. Vor dem letzten Testspiel am Samstag in München gegen Ägypten verzichtet Bundestrainer Heiner Brand deshalb auch auf die mögliche Nachnominierung der Routiniers Christian Schwarzer (Lemgo) und Stefan Kretzschmar (Magdeburg). „Ich plane mit dem Kader, den wir haben. Es ist beruhigend zu wissen, dass Blacky zur Verfügung steht, wenn etwas passieren sollte. Aber zur Zeit gibt es keinen Anlass dafür“, sagte Brand in Herrsching am Ammersee, wo die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) ein Trainingslager absolviert.

Test ohne Velyky

Pünktlich zum letzten WM-Test feierte Florian Kehrmann nur siebeneinhalb Wochen nach seinem Mittelhandbruch sein Comeback in der Nationalmannschaft. „Es stand nie zur Debatte, gegen Ägypten nicht zu spielen. Im Training läuft alles normal, auch die Angst ist weg“, sagte der Lemgoer Rechtsaußen. Zudem visiert auch Spielmacher Baur seinen Einsatz an, nachdem er zuletzt wegen einer Oberschenkelzerrung auf die Länderspiele gegen Ungarn hatte verzichten müssen. „Ich denke, dass ich auf einem guten Weg bin. Aber wir wollen nicht zu früh anfangen“, meinte der Lemgoer.

Garantiert nicht auflaufen wird in der Münchner Olympiahalle Oleg Velyky. Der Rückraumspieler aus Kronau/Östringen laboriert an einem Bänderriss im Fußgelenk und einem Sehnenanriss unter dem Fuß. Deswegen muss der 29-Jährige auch noch während der WM-Vorrunde aussetzen. „Wir denken nur von Tag zu Tag. Ich kenne mittlerweile alle Therapien“, sagte Velyky.

Entspannte Athmosphäre

Bundestrainer Brand scherzte gar, dass ihm „der genaue Überblick über den letzten Stand“ bezüglich der Verletzten fehlt. „Aber auch mit dieser Situation werden wir zurecht kommen. Wir haben zwölf gesunde Feldspieler, so dass ein geregeltes Taktiktraining möglich ist. Wir warten die Woche ab, dann kann ich immer noch reagieren“, sagte der Gummersbacher mit Blick auf mögliche Nachnominierungen.

Bei frühlingshaften Temperaturen präsentierte sich die deutsche Mannschaft am idyllischen Ammersee dem großen Medienaufgebot von acht Fernsehteams und rund 60 weiteren Medienvertretern in bester Stimmung. „Die Mannschaft macht mir viel Freude“, sagte Brand. Als Beleg für die entspannte Atmosphäre führte Kehrmann an, dass zum täglichen freiwilligen Morgenlauf um 7.00 Uhr „eine große Beteiligung herrscht“. „Wir haben keine angespannte Lage in der Mannschaft“, sagte Kapitän Baur, „wir machen das Beste daraus und stecken den Kopf nicht in den Sand.“ (dpa)


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