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Briegel tut «Schande von Gijon» leid

08. Jan 2007 16:01
Hans-Peter Briegel
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Die «Schande von Gijon» lässt wenigstens einem der damals beteiligten deutschen Nationalspieler keine Ruhe. Hans-Peter Briegel hat sich jetzt in Algerien öffentlich für den Nichtangriffspakt entschuldigt.

Fast 25 Jahre nach der so genannten «Schande von Gijon» hat sich der ehemalige deutsche Nationalspieler Hans-Peter Briegel bei Algeriens Fußballern entschuldigt. «Ja, es tut mir Leid», sagte er laut algerischen Medienberichten der Zeitung «Al Ittihad» (Emirate/Montag-Ausgabe). «Deutschland hat geschummelt, um Algerien auszuschalten», sagte Briegel. Im Kampf um den Finalrunden-Einzug hatten sich Deutschland und Österreich im letzten Gruppenspiel der WM 1982 in Spanien auf ein 1:0 «verständigt» und damit die punktgleichen Algerier ausgeschaltet.

Horst Hrubesch hatte schon in der 11. Minute das einzige Tor für das DFB-Team erzielt. Danach hielten sich beide Mannschaften zurück, weil beiden das Ergebnis zum Weiterkommen reichte. In der deutschen Mannschaft wurde anschließend nur Briegel eine engagierte Leistung bescheinigt. Wütende algerische Fans winkten während des Spiels auf der Tribüne mit Geldscheinen.

Briegel finde es an der Zeit, sich bei den Algeriern zu entschuldigen, schrieb die Zeitung «Liberté» auf ihrer Titelseite. «Obwohl die Sache allen ins Auge sprang, hat der Internationale Fußball-Verband Fifa keine Strafen gegen die beiden Länder verhängt», sagte Briegel dem Bericht zufolge. «Und ich kann mich nur bei den Algeriern entschuldigen, denn sie hatten es verdient, sich für die zweite Runde zu qualifizieren». Das deutsche Team hatte sein Auftaktspiel gegen die Nordafrikaner sensationell mit 1:2 verloren. (nz)

 
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