Große Stützen bei den Duellen mit den Ungarn waren die Kieler Henning Fritz und Zeitz, die zuletzt beim deutschen Meister wenig Spielanteile hatten. «Im Training bewegt Fritz sich sehr gut», urteilte Brand nach vier Trainingseinheiten mit dem früheren Weltklasse-Torhüter Andreas Thiel. Auch Zeitz wies ansteigende Form nach. «Es ist ganz gut, dass er der einzige Halbrechte ist, so makaber sich das anhört, aber er braucht Spielpraxis», sagte der Bundestrainer.Im ersten Spiel war eine Steigerung im zweiten Durchgang mit einer überragenden Abwehr Grundlage für den Erfolg nach einem 10:13- Halbzeitrückstand. «Wir haben uns wieder rangekämpft. Das ist die Qualität der Mannschaft. Wir konnten zulegen, wir sind konditionell topfit. Ich bin guter Dinge für die WM», sagte der Magdeburger Oliver Roggisch, der als Kopf der Defensive ein Erfolgsgarant war. Dagegen erwies sich die Offensive wegen der schlechten Chancenverwertung als Schwachpunkt. «Wir müssen uns noch verbessern», bekannte Roggisch.
«Wenn man sieht, welche Leute zu Hause geblieben sind, macht so ein Spiel Mut», meinte Torhüter Johannes Bitter. Die Deutschen waren nur mit einer Rumpfmannschaft nach Ungarn gereist. Rückraumspieler Oleg Velyky (Kronau/Östringen) blieb nach seinem Bänderriss im Fuß zur Behandlung ebenso im Trainingslager in Herrsching am Ammersee wie Florian Kehrmann (Lemgo/Mittelhandbruch) und Spielmacher Markus Baur (Lemgo/Oberschenkelblessur).
Rolf Hermann (Lübbecke/Nervenreizung im Arm), Holger Glandorf (Norhorn/Gesichtsverletzung) und der angeschlagene Torhüter Carsten Lichtlein (Lemgo) trainierten ebenso in Bayern mit Co-Trainer Martin Heuberger. Dafür hatte Brand kurzfristig den Göppinger Rechtsaußen Christian Schöne nachnominiert. (dpa)