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Deutsche Handballer tanken Selbstvertrauen

07. Jan 2007 17:52, ergänzt 18:10
Dominik Klein
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Rund zwei Wochen vor dem Beginn der Handball-WM nimmt das Verletzungspech der deutschen Mannschaft kein Ende. Dennoch konnte der Olympia-Vierte aus Ungarn die Auswahl von Trainer Heiner Brand nicht besiegen.

Von Thomas Libiz

Die deutschen Handballer haben trotz zugespitzter personeller Probleme und spielerischer Reserven mit einem Sieg und einem Remis die Zuversicht auf ein gutes Abschneiden bei der Heim-WM weiter geschürt. Zwölf Tage vor dem Auftaktspiel gegen Brasilien beendete der WM-Gastgeber sein Testspiel-Doppel am Sonntag mit dem zweiten Achtungserfolg gegen Ungarn binnen 22 Stunden.

Nach dem 23:20 am Vortag in Debrecen erkämpfte die Auswahl des Deutschen Handball- Bundes (DHB) dank des fünften Treffers von Christian Zeitz (Kiel) 80 Sekunden vor Schluss ein 23:23 (14:13) gegen den Olympia-Vierten.

Zufriedener Bundestrainer

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Vor 4200 Zuschauern in der Stadion-Halle von Budapest war der Kieler Dominik Klein (6/5) erfolgreichster deutscher Torschütze. Der Magdeburger Oliver Roggisch sah nach drei Zeitstrafen Rot (40.). Den letzten WM-Test bestreitet die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand am kommenden Samstag in München gegen Ägypten. «Ich bin recht zufrieden», bilanzierte Brand, «angesichts der Tatsache, dass wir vorher 20 Spieler waren und hier mit 13 Spielern spielen mussten, haben wir das Beste daraus gemacht. Ich werde auf Grund der Verletzungen vor der WM nach Lösungen suchen müssen.»

Getrübt wurde die Freude über die Prestige-Erfolge durch das anhaltende Verletzungspech. Bundestrainer Heiner Brand musste am Sonntag auf Kreisläufer Andrej Klimowets (Kronau/Östringen) und Linksaußen Torsten Jansen (Hamburg) verzichten. Beide hatten sich im ersten Spiel jeweils eine Oberschenkelzerrung zugezogen. Wie lange die beiden Leistungsträger ausfallen werden, soll eine eingehende Untersuchung nach der Rückkehr an diesem Montag in München ergeben.

Spielpraxis für den einzigen «Halbrechten»

Große Stützen bei den Duellen mit den Ungarn waren die Kieler Henning Fritz und Zeitz, die zuletzt beim deutschen Meister wenig Spielanteile hatten. «Im Training bewegt Fritz sich sehr gut», urteilte Brand nach vier Trainingseinheiten mit dem früheren Weltklasse-Torhüter Andreas Thiel. Auch Zeitz wies ansteigende Form nach. «Es ist ganz gut, dass er der einzige Halbrechte ist, so makaber sich das anhört, aber er braucht Spielpraxis», sagte der Bundestrainer.

Im ersten Spiel war eine Steigerung im zweiten Durchgang mit einer überragenden Abwehr Grundlage für den Erfolg nach einem 10:13- Halbzeitrückstand. «Wir haben uns wieder rangekämpft. Das ist die Qualität der Mannschaft. Wir konnten zulegen, wir sind konditionell topfit. Ich bin guter Dinge für die WM», sagte der Magdeburger Oliver Roggisch, der als Kopf der Defensive ein Erfolgsgarant war. Dagegen erwies sich die Offensive wegen der schlechten Chancenverwertung als Schwachpunkt. «Wir müssen uns noch verbessern», bekannte Roggisch.

«Wenn man sieht, welche Leute zu Hause geblieben sind, macht so ein Spiel Mut», meinte Torhüter Johannes Bitter. Die Deutschen waren nur mit einer Rumpfmannschaft nach Ungarn gereist. Rückraumspieler Oleg Velyky (Kronau/Östringen) blieb nach seinem Bänderriss im Fuß zur Behandlung ebenso im Trainingslager in Herrsching am Ammersee wie Florian Kehrmann (Lemgo/Mittelhandbruch) und Spielmacher Markus Baur (Lemgo/Oberschenkelblessur).

Rolf Hermann (Lübbecke/Nervenreizung im Arm), Holger Glandorf (Norhorn/Gesichtsverletzung) und der angeschlagene Torhüter Carsten Lichtlein (Lemgo) trainierten ebenso in Bayern mit Co-Trainer Martin Heuberger. Dafür hatte Brand kurzfristig den Göppinger Rechtsaußen Christian Schöne nachnominiert. (dpa)

 
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