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Lupe Tschechen bieten Dynamo Dresden Hilfe an

Sollte Dynamo Dresden wegen seines baufälligen Stadions keine Lizenz erhalten, muss der Klub ausweichen. Im tschechischen Teplice nähme man den Regionalligisten gerne auf.

Der tschechische Fußball-Erstligist FK Teplice hat dem deutschen Drittligisten Dynamo Dresden Hilfe im Falle einer Lizenzverweigerung für dessen heimisches Rudolf-Harbig-Stadion angeboten. «Falls wir das organisatorisch bewältigen und es für uns interessant ist, kommen wir Dynamo gerne entgegen», sagte der Vorsitzende des nordböhmischen Klubs, Frantisek Hrdlicka, der Prager Zeitung «Sport».
60 Kilometer entfernt
Er erwarte bereits am Wochenende am Rande eines Hallenturniers in Dresden konkrete Gespräche über ein mögliches Ausweichen von Dynamo bei «Heimspielen» in das rund 60 Kilometer entfernte Teplice, sagte er. Das Stadion «Na Stinadlech» des derzeitigen Tabellen-Achten der tschechischen «Gambrinus-Liga» fasst rund 18.000 Zuschauer. Der Anfahrtsweg würde die Dresdner Fans etwa 45 Minuten kosten.

Dynamo Dresdens Hauptgeschäftsführer Volkmar Köster wies die Pläne zunächst zurück, war aber über das Angebot erfreut. «Es ist gut zu wissen, dass wir in Teplice mit offenen Armen empfangen werden. Aber am Wochenende wird es keine Gespräche geben - ich bin gar nicht da», sagte er. Dennoch wollte er einen möglichen Umzug nach Tschechien im Falle der Lizenzverweigerung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht ausschließen. «Wir gehen verschiedenen Möglichkeiten nach, die uns ereilen könnten, wenn dieses Horrorszenario eintreten sollte», sagte er.

Entscheidend sei die Entscheidung über den Stadionneubau. Gespräche über einen Ausweichspielort wolle der Verein erst intensivieren, «wenn in Dresden die Vernunft darüber nicht gesiegt hat». «Wenn das neue Stadion nicht gebaut wird, werden wir zuerst Gespräche mit dem DFB führen. Sollten wir für das Harbig-Stadion keine Lizenz erhalten, werden wir uns in alle Richtungen umschauen», betonte Köster. (nz)