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Lupe Olympische Spiele genießen bei DHB Priorität

Ein Weltmeister- Titel oder ein EM-Gewinn, das sei ja alles schön und gut, findet DHB-Präsident Strombach. Primäres Ziel müsse jedoch sein, in Peking mit einer Frauen- und einer Herren-Auswahl vertreten zu sein.

Von Martin Kloth

Der Deutsche Handballbund (DHB) hat für seine Männer- und Frauen-Auswahl die Olympischen Spiele 2008 als Ziel ausgegeben. «Unser großes sportliches Ziel ist nicht der Weltmeister- Titel oder die Europameisterschaft, sondern mit zwei Mannschaften zu den Olympischen Spielen zu fahren», sagte DHB- Präsident Ulrich Strombach am Montag in einem Gespräch mit der dpa im Anschluss an die Frauen-EM in Stockholm.

Norwegerinnen in Peking dabei
Als zweite Mannschaft nach Gastgeber China hatten sich die norwegischen Handball-Frauen am Sonntagabend als Europameister direkt für die Spiele qualifiziert. «Ich bin besonders glücklich darüber, dass wir Peking erreicht haben, denn wir hatten Athen verpasst. Und das war hart», sagte Norwegens Trainerin Marit Breivik. Die Skandinavierinnen hatten durch einen 27:24-Erfolg im Endspiel gegen Weltmeister Russland ihren EM-Titel verteidigt. «Ich wünsche dem norwegischen Team alles Gute für die Olympischen Spiele», sagte Russlands Trainer Jewgeni Trefilow.

Die deutsche Mannschaft hatte das Halbfinale gegen Russland (29:33) und auch das Spiel um Platz drei gegen Frankreich (25:29) verloren und so die erste Chance auf das Olympia-Ticket verspielt. Weitere Möglichkeiten sind die WM vom 2. bis 16. Dezember 2007 in Frankreich, wo sich der Titelträger direkt qualifiziert, sowie ein Qualifikations-Turnier vom 28. bis 30. März 2008.

Wie 1996
Bei den Männern erreicht ebenfalls der Sieger der WM im kommenden Monat in Deutschland die Olympischen Spiele direkt. Auch der Europameister 2008, der in Norwegen ausgespielt wird, fährt nach Peking. Das Qualifikations-Turnier findet dann vom 30. Mai bis 1. Juni 2008 statt. «Erstmals seit 1996 mit beiden Mannschaften zu den Olympischen Spielen zu fahren ist ein hervorragendes Ziel. Man kann als ein so großer Verband wie wir nicht zufrieden sein, wenn man nur mit einer Mannschaft bei Olympischen Spielen vertreten ist», sagte Strombach.

Der vierte Platz hat die deutschen Spielerinnen darin bestärkt, dieses Ziel erreichen zu können. «Das Potenzial ist vorhanden. Wir sind eine junge Mannschaft und haben jetzt noch ein Jahr Zeit. Wenn wir so weiter machen und uns steigern, ist das machbar. Einmal bei Olympischen Spielen zu sein, ist der Traum von jedem Sportler», sagte Spielmacherin Nina Wörz (Randers). (dpa)