Deutsche Schwimmer trumpfen auf
Die Magdeburgerin Buschschulte staunte über sich selbst: «Ich habe Schmetterling auf der kurzen Bahn nie ernst genommen.» Jubelnd stieß die 27-Jährige die Arme in die Luft. Drei Starts, drei Rekorde und Gold - das kann ihr keiner mehr nehmen. Rupprath schwamm sich nach verlorenen Titeln über 50 Meter Rücken und 100 m Schmetterling endgültig frei. Der 29 Jahre alte Weltrekordler aus Hannover griff innerhalb von einer Stunde zu Bronze über 100 Meter Rücken und Silber im Schmetterling-Sprint über 50 Meter: «Die Batterie ist leer. Ich hatte nicht mehr drauf.»
Helge Meeuw hatte gegenüber Arkadi Wjatschanin (Russland/51,11) zum zweiten Mal das Nachsehen. 5/100 Sekunden fehlten Meeuw zum zweiten Einzel-Coup. Doch mit Gold über 50 Meter Rücken, Staffel-Titel und -Weltrekord über 4 x 50 Meter Lagen sowie Silber im Rücken-Rennen über 200 Meter war Meeuw im DSV-Männerteam der Gewinner - und lachte über den knappen Rückstand: «Wjatschanin hat einfach längere Arme als ich.»
Das starke Frauen-Quartett Janine Pietsch, Janne Schäfer, Antje Buschschulte und Daniela Samulski hatte vorgelegt: Als Solistin eroberte Weltmeisterin Pietsch in Finnlands Hauptstadt über 50 Meter Rücken auch Europas Krone. Und gemeinsam mit den drei anderen Schwimmerinnen holte sie in deutscher Rekordzeit von 1:47,55 Minuten erstmals seit 1998 wieder den Titel über 4 x 50 Meter Lagen - nur 11/100 über der Weltbestmarke. «Weltrekord wäre schön gewesen», sagte Madsen.
Den Glanzpunkt setzte Frankreichs Olympiasiegerin Laure Manaudou mit 3:56,09 Minuten und Weltrekord über 400 Meter Freistil. Schwedens Männer trumpften im letzten Wettbewerb mit Weltbestmarke von 1:24,89 Minuten über 4 x 50 Meter Freistil auf. Europarekorde schwammen Juri Prilukow (Russland) mit 14:16,13 über 1500 Meter Freistil, die Französinnen Alena Popchanka mit 1:54,25 über 200 Meter Freistil und Esther Baron in 2:04,08 - Antje Buschschulte war ihre Bestmarke über 200 Meter Rücken los. (nz)
