Handballerinnen in EM-Hauptrunde
08.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Zum Abschluss der Vorrundengruppe B ist am Sonntag (16.30 Uhr/DSF) Titelverteidiger Norwegen der nächste Gegner. Beste deutsche Werferin war einmal mehr WM-Torschützenkönigin Nadine Krause (Leverkusen/8/1). Anja Althaus aus Trier sah in der 59. Minute nach ihrer dritten Zeitstrafen die Rote Karte.
«Heute geht es um zwei ganz wichtige Punkte. Wir gehen volle Kanne», hatte Bundestrainer Armin Emrich vor der Partie verkündet. Dabei wollte er auch keine Blessuren gelten lassen, weder die Knöchelprobleme bei Anja Althaus noch den grippalen Infekt bei Grit Jurack. «Wir reden nicht über Husten, Schnupfen oder Heiserkeit. Die Spielerinnen sind alle gesund», erklärte er.
Eindringlich hatte Emrich seine Spielerinnen nach dem 30:20- Auftaktsieg gegen Polen und der 20:43-Klatsche der Sloweninnen gegen Norwegen davor gewarnt, den Tabellenletzten zu unterschätzen. «Das Spiel, was wir da gesehen haben, ist kein Maßstab. Wir müssen mit höchster Konzentration ins Spiel gehen. Erleichtert ins Spiel zu gehen, wäre ein gravierender Fehler», stellte der Bundestrainer klar.
Mitte der ersten Halbzeit hatte die DHB-Auswahl das Spiel besser im Griff. Die Abwehr stand etwas sicherer und im Angriff bewies einmal mehr Nadine Krause ihre Treffsicherheit, sorgte für die 9:6- Führung (17.) und mit dem 13:9 (22.) auch für die erste Vier-Tore- Führung. Kurz vor der Pause erhöhte die deutsche Mannschaft dann sogar auf 18:12 (29.) und schien so für eine Vorentscheidung gesorgt zu haben.
Doch zum zweiten Durchgang kamen die Sloweninnen mit neuem Elan aufs Parkett. Auf der Gegenseite wirkte der WM-Sechste verunsichert und leistete sich in Angriff wie Abwehr zahlreiche leichte Fehler. Drei schnelle Treffer von Slowenien ließ den Vorsprung auf 18:16 (33.) schmelzen. Nur vier Minuten später kam das DHB-Team beim 20:19 (37.) weiter in Bedrängnis und musste gar um seinen Vorteil fürchten. Auch ein Zwischenspurt zum 25:21 (44.) sorgte noch nicht für klare Fronten, so dass die Emrich-Auswahl bis zur letzten Minute kämpfen musste. (nz)

