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Lupe Perfekter Start für DHB-Frauen

Die deutschen Handball-Frauen sind mit einem klaren Erfolg in die EM in Schweden gestartet. Die DHB-Auswahl konnte sich gegen Polen schon zu Beginn der zweiten Hälfte deutlich absetzen.

Die Fortsetzung der Siegesserie gegen Polen hat den deutschen Handball-Frauen einen perfekten Einstand in die Europameisterschaft beschert. Mit einem 30:20 (14:9)-Erfolg im ersten Spiel der Vorrundengruppe B verschaffte sich der WM-Sechste in Göteborg eine glänzende Ausgangsposition für das Erreichen der Hauptrunde. Vor nur rund 1000 Zuschauern im spärlich gefüllten Scandinavium waren WM-Torschützenkönigin Nadine Krause (Leverkusen/10/2) und Grit Jurack (4/1) beste Werferinnen für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). «Polen abhaken, verschnaufen und dann geht es weiter», sagte Krause. Für Polen warf Kinga Polenz (5) die meisten Tore.

Mit einem Sieg auch im zweiten Gruppenspiel an diesem Freitag (17.00 Uhr, live im DSF) gegen Slowenien kann der WM-Sechste bereits vorzeitig die Qualifikation für die Hauptrunde ab Dienstag an gleicher Stelle perfekt machen. Abschließender Vorrundenkontrahent ist am Sonntag (16.30 Uhr, live im DSF) Titelverteidiger Norwegen.
Zäher Beginn
Der dritte Erfolg nacheinander im insgesamt 51. Vergleich gegen Polen ließ sich zunächst sehr zäh an. Wie in der Vorbereitung bewegte sich die deutsche Mannschaft anfangs behäbig. So fanden die Polinnen immer wieder Lücken in der etwas statischen Abwehr. Erst beim 4:3 (9.) kam die DHB-Auswahl zu ihrer ersten Führung.

Doch gelang es dem EM-Fünften zunächst nicht, sich weiter abzusetzen. Mit einigen Wechseln und einer Umstellung in der Deckung sorgte Bundestrainer Armin Emrich dann für die entscheidenden Impulse. In der Defensive kam Nora Reiche (Leipzig) für Grit Jurack und packte wesentlich bissiger zu. Im Angriff übernahm Maren Baumbach (Trier) für die gehemmt wirkende Nina Wörz (Randers) die Regie und setzte mit Dynamik und Ideen neue Akzente.

DHB-Auswahl zieht davon
So übernahm die deutsche Mannschaft mehr und mehr die Initiative und setzte die Polinnen mit Tempo zunehmend unter Druck. Maren Baumbach sorgte beim 12:8 (24.) für die erste Vier-Tore-Führung, die Anja Althaus (Trier) zum 14:9-Pausenstand ausbaute. Nach Wiederanpfiff ließ das DHB-Team nicht locker. Nadine Krause erhöhte mit zwei Treffern nacheinander von 18:13 (37.) auf 20:13 (41.) und erzielte auch das vorentscheidende Tor zum 24:16 (48.). Danach demonstrierte die deutsche Mannschaft Spaß am Handball und brachte den Vorsprung clever und routiniert über die Zeit, während die Polinnen zunehmend abbauten. (nz)