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Lupe Sturm will Rückkehr auf WM-Thron erzwingen

Boxer Felix Sturm will sich auf dem Weg zurück zum WM-Titel nicht von dem Australier Gavin Topp aufhalten lassen. Der Mittelgewichtler aus Leverkusen peilt einen deutlichen Sieg gegen seinen Kontrahenten an.

Ex-Weltmeister Felix Sturm startet am Samstag das Unternehmen Rückkehr auf den WM-Thron. Für den 27 Jahre alten Profi- Boxer aus Leverkusen ist der Kampf gegen den Australier Gavin Topp im Berliner Estrel Convention Center (23.00 Uhr/ZDF) der erste Auftritt nach dem Verlust des WBA-Titels im Mittelgewicht vor viereinhalb Monaten.

Castillejo boxt parallel in Berlin
Mit einem deutlichen Sieg will Sturm ein Duell mit dem Weltmeister erzwingen. Von besonderem Interesse ist dabei, dass sich der Champion ebenfalls in Berlin vorstellt: Javier Castillejo (61 Siege, 4 Niederlagen) verteidigt erstmals seinen Titel gegen den Argentinier Mariano Natalio Carrera (29 Siege, 4 Niederlagen). Der Spanier hatte Sturm den WM-Gürtel im Juli mit einem K.o.-Sieg abgenommen.

«Topp ist sicherlich kein schlechter Boxer, denn er ist immerhin 15. der WBO-Rangliste. Aber er wird mich auf dem Weg zurück zum WM- Titel nicht aufhalten», verkündete Sturm siegessicher. Sein australischer Rivale hat von 22 Profi-Kämpfen erst zwei verloren. Auch Sturm musste in seiner Profi-Karriere bislang zwei Niederlagen hinnehmen. Die erste kassierte er im Juni 2004 höchst umstritten gegen den in den USA als Superstar verehrten Oscar de la Hoya und büßte damit erstmals seinen WM-Titel ein, zwei Jahre später folgte der technische K.o. gegen Castillejo und der erneute Titelverlust.

«Diese Erfahrung hat mich noch stärker gemacht», sagte Sturm, der wenige Tage nach dem verlorenen WM-Titel einen wesentlich härteren Schicksalsschlag verkraften musste: den Tod seiner Mutter. Der Sohn bosnischer Einwanderer glaubt jedoch, mittlerweile beide Ereignisse verarbeitet zu haben. «Ich will gegen Topp gewinnen - und dann ist Castillejo dran. Ich will unbedingt einen Rückkampf gegen ihn.» (nz)