Niederlage mit Folgen für Volleyballerinnen
15.11.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die deutschen Volleyball-Frauen sind bei der Weltmeisterschaft ungebremst ins Nichts gestürzt. Durch eine enttäuschende 1:3 (25:23, 16:25, 20:25, 25:27)-Niederlage in Osaka gegen die Türkei spielt das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti am morgigen Donnerstag nur noch um Rang elf gegen Taiwan. Nach den teilweise glanzvollen Vorrundenspielen hatte niemand mit dieser Enttäuschung gerechnet: Das Abschneiden ist nun noch schlechter als vor vier Jahren im eigenen Land mit Rang zehn. Zugleich haben die DVV-Frauen den Aufstieg in die höchste deutsche Sportförderung verpasst. Der letzte Gegner Taiwan verlor gegen die USA 0:3.
Gegen die Türkinnen hielt nur Italien-Profi Grün die Mannschaft mit insgesamt 28 Punkten im Spiel, das restliche Team kam zusammen auf nur 32 Zähler. Mit elf Punkten trug der Kapitän dazu bei, dass die DVV-Frauen den ersten Satz gewannen, nachdem sie einen 10:13- Rückstand mit fünf Zählern hintereinander in ein 15:13 verwandeln konnten. Wer auf einen Ruck und eine Steigerung gewartet hatte, der sah sich schnell getäuscht. Der zweite Durchgang war nach einem 8:19- Rückstand völlig desolat, auch im dritten Abschnitt war die Mannschaft chancenlos.
Das Finale dieser WM bestreiten Topfavorit Brasilien und der Olympia-Zweite Russland, der entthronte Titelverteidiger Italien und Serbien-Montenegro spielen um Platz drei. Während sich die Südamerikanerinnen im Halbfinale gegen Serbien-Montenegro 3:1 behauptete und ungeschlagen ins Endspiel einzogen, feierte Russland einen klaren 3:0-Erfolg über Italien. Damit kommt es im Endspiel und im kleinen Finale jeweils zu Revanchen. In der Zwischenrunde hatte Brasilien gegen Russland 3:1 gewonnen. Italien und Serbien-Montenegro waren schon zum Vorrundenauftakt in Nagoya aufeinander getroffen: Dabei hatte sich Serbien-Montenegro 3:1 durchgesetzt. Für die spielstarken Brasilianerinnen könnte es der erste Titel werden, für die im Block und Angriff starken Russinnen als Nachfolger der ehemaligen UdSSR der Sechste. (dpa)

