Volleyballerinnen unterliegen Brasilien
Die deutschen Volleyball-Frauen haben gegen Brasilien zwar verloren, aber dennoch Selbstvertrauen für den Schlussspurt getankt. Gegen den noch ungeschlagenen Topfavoriten gab es bei der Weltmeisterschaft in Osaka trotz der besten Leistung in dieser Runde ein 0:3 (16:25, 22:25, 15:25). Damit verfügt das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti über jeweils drei Siege und drei Niederlagen, so dass das abschließende Spiel am morgigen Sonntag gegen Vizeweltmeister USA gewonnen werden muss, um die Platzierungsspiele fünf bis acht zu erreichen.
Selbst lebte er das Spiel wieder lautstark gestikulierend an der Seitenlinie mit und erhielt im ersten Satz sogar die Gelbe Karte, was den Deutschen einen Minuspunkt bescherte. Das USA-Spiel bezeichnete der Coach als die wichtigste Partie für seine Mannschaft: «Der Druck ist sehr hoch. Bisher haben wir aber immer sehr gut gespielt, wenn der Druck hoch war. Ich werde die Party meines Lebens machen, wenn wir um die Plätze fünf bis acht spielen.»
«Ich erwarte eine weitere Steigerung», sagte auch Cornelia Dumler, die für Atika Bouagaa in die Stammformation aufgerückt war, mit ihrer Angriffsleistung aber diesmal nicht überzeugen konnte und zu oft am gegnerischen Block scheiterte. Diese Schwäche offenbarten auch die anderen Angreiferinnen einschließlich Grün. Da waren die spielstarken Brasilianerinnen aus anderem Holz geschnitzt und kaum aufzuhalten. Vor allem im zweiten Durchgang konnten die Deutschen überzeugen, machten einen 12:16-Rückstand bis zum 19:19 wett und hielten den Satz bis zum 22:23 offen. «Da habe ich gesehen, was ich sehen wollte», sagte Guidetti und hofft gegen das kampfstarke USA-Team auf eine Fortsetzung. (dpa)
