Volleyball-Frauen sammeln fleißig Punkte
04. Nov 2006 12:10
 |  Birgit Thumm, Christiane Fürst und Angelina Grün beim Block. | Foto: AP |
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Den chinesischen Volleyballerinnen will die deutsche Mannschaft im letzten Vorrundenspiel der WM «nichts schenken». Trainer Guidetti glaubt an ein «großes Ding».
Von Peter Juny, SapporoDie deutschen Volleyball-Frauen haben mit dem dritten Sieg im vierten Spiel in die Erfolgsspur zurückgefunden und bei der Volleyball-Weltmeisterschaft die Teilnahme an der zweiten Runde perfekt gemacht. Mit dem 3:0 (27:25, 25:18, 25:20)-Erfolg am Samstag in Sapporo gegen den EM-Vierten Aserbaidschan erfüllte sich das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti zugleich den Wunsch, Punkte in die nächste Runde mitzunehmen. Unabhängig vom Ausgang der letzten Vorrundenpartie am Sonntag gegen Olympiasieger China hat das deutsche Team nun eine gute Ausgangsposition für den weiteren Turnierverlauf.
«Ein großes Ding»
In der Zwischenrunde müsste die Mannschaft Rang vier belegen, um das Guidetti-Ziel, unter die besten Acht zu kommen, verwirklichen zu können. Wenigstens Rang sechs ist notwendig, um die Runde für die Plätze neun bis zwölf zu erreichen. Platz neun würde das Aufrücken von der zweiten in die erste Förderstufe bedeuten. «Die Qualität der chinesischen Mannschaft ist sehr hoch, aber meine Mannschaft kann ein großes Ding machen», glaubt Guidetti. «Wir gehen ran, um zu gewinnen. Die sind Favorit, wir werden ihnen aber nichts schenken», fügte Kapitän Angelina Grün hinzu. «Wenn wir hundert Prozent spielen, können wir alle schlagen», sagte Birgit Thumm.Mit dem Sieg über Aserbaidschan erfüllten sich die vorher getätigten Planspiele. Die Mannschaft lieferte dabei eine sehr konzentrierte und couragierte Leistung in Angriff, Block und Abwehr. In allen drei Sätzen verschafften sich die DVV-Frauen gleich zu Beginn mit klaren Führungen Respekt und setzten den Rivalen damit unter Druck. Nur im ersten Durchgang kämpfte sich Aserbaidschan nach einem 10:16-Rückstand noch einmal zurück und hatte sogar zwei Satzbälle, die Cornelia Dumler jeweils mit Punktgewinnen verhindern konnte. Sie kam für die angeschlagene Atika Bouagaa (Fußprobleme) in die Stammformation und lieferte eine ganz starke Partie mit 16 wichtigen Punkten ab, sieben davon gleich im ersten Satz.
Ein großes Spiel
«Sie hat ein großes Spiel gemacht, einfach super», lobte Guidetti. «Sie ist über sich hinausgewachsen», stellte auch Angelina Grün fest, die mit 22 Punkten wieder die meisten Zähler beisteuerte. «Wir haben alle richtig Gas gegeben und gezeigt, was in uns steckt», sagte der Italien-Profi. Im zweiten und dritten Durchgang lag die Mannschaft jeweils 8:2 und 16:10 vorne und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Neben Grün und Dumler überzeugte auch wieder Birgit Thumm (12 Punkte), die im zweiten Durchgang alleine für die 4:0- Führung verantwortlich zeichnete.Dass Natalja Mammadowa, bisher punktbeste Spielerin der WM- Vorrunde, nur zu zwölf Punkten kam, spricht für die Deutschen, die von ihrem italienischen Trainer ein Riesenlob erhielten: «Nach dem Russland-Spiel habe ich gesagt, ich bin stolz auf mein Team. Heute hat man gesehen, warum. Meine Mannschaft hat mit großer Motivation, Konzentration und Aggressivität perfekten Volleyball gespielt.» (dpa)