Volleyball-Damen sind jetzt gefordert
Die zweite Runde fest im Blick, aber noch drei schwere Vorrundenspiele vor sich: Für die deutschen Volleyball-Frauen schlägt in Sapporo nach zwei 3:0-Siegen und der Spitzenposition in Gruppe B von Freitag an die Stunde der Wahrheit. Es wartet der schwere Dreierpack gegen den Olympia-Zweiten Russland, den EM-Vierten Aserbaidschan sowie Olympiasieger China. Dabei geht es auch um die Einstufung für die Sportförderung, in der sich das Team möglichst um eine Position für die erste Förderstufe verbessern will. «Dazu ist Rang neun notwendig. Natürlich wollen wir nach oben kommen, dafür werden wir kämpfen. Wenn wir gut spielen, können wir noch viel erreichen», sagte Leistungsträgerin Birgit Thumm.
Der Coach schätzt Russland, das für den WM-Titel eine Million Euro Prämie erhalten würde, höher ein als Weltranglisten-Spitzenreiter China. «Die Russen sind physisch sehr stark, blocken sehr gut und haben sich in der Taktik verbessert», sagte Guidetti über die Arbeit seines italienischen Trainer-Kollegen Giovanni Caprara. Der Dreierblock mit zwei 2,02 Meter großen Spielerinnen, die dieses Gardemaß auch im Angriff erfolgreich einsetzten, ist nur schwer zu überwinden und bedarf eines schnellen und gewitzten Angriffsspiels.
Auch in den anderen Gruppen fallen noch wichtige Entscheidungen. Insgesamt haben noch acht Teams eine makellose Bilanz. In Gruppe D imponierte vor allem Serbien-Montenegro, das beim letztmaligen gemeinsamen Auftritt Titelverteidiger Italien und auch den Olympia-Dritten Kuba jeweils mit 3:1 bezwang. Vizeweltmeister USA musste in Gruppe C gegen Kasachstan und die Niederlande jeweils in kräftezehrenden Fünf-Satz-Spielen über insgesamt vier Stunden ran. (dpa)

