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Lupe Volleyballerinnen weiter ungeschlagen

Die deutschen Volleyballerinnen haben bei der WM in Japan ihr zweites Vorrundenspiel souverän gewonnen. Auch gegen Mexiko gab die Mannschaft von Trainer Giovanni Guidetti keinen Satz ab.

Die deutschen Volleyball-Frauen haben bei der Volleyball-Weltmeisterschaft in Japan mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel einen wichtigen Schritt in Richtung zweite Runde gemacht. Nach dem 3:0 zum Auftakt gegen die Dominikanische Republik gab es am Mittwoch in Sapporo gegen Außenseiter Mexiko ebenfalls einen 3:0 (25:18, 25:21, 25:19)-Pflichtsieg und damit die Führung in Gruppe B. Damit steht die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti vor dem Einzug in die zweite Runde, die die besten vier Teams erreichen.

Von Freitag an folgen nun in der Gruppe B gegen den Olympia-Zweiten Russland, den EM-Vierten Aserbaidschan und Olympiasieger China die schweren Aufgaben. Russland hatte zuvor mit 3:1 (25:19, 25:21, 19:25, 25:20) gegen Aserbaidschan gewonnen und ähnlich große Mühe wie am Vortag China.

Guidetti: Dritter Sieg ist realistisch
«Es kommen noch drei schwere Spiele, das wird noch interessant. Ein Sieg ist realistisch, zwei sind ein großer Traum, drei wären ein Wunder», sagte der Coach. «Mit einer guten Feld- und Blockabwehr haben wir eine Chance. Ich will jedes Spiel gewinnen», fügte Kapitän Angelina Grün hinzu.

Im Vergleich zum Mexiko-Spiel muss sich die Mannschaft allerdings erheblich steigern, denn gegen den 28. der Weltrangliste blieb in 68 Minuten vieles Stückwerk. Dass die Mannschaft ab Mitte des zweiten Satzes einige Wünsche offen ließ, nahm Guidetti zum Teil auf seine Kappe: «Ich habe viel gewechselt, die WM ist noch lang.» Schon Ende des ersten Satzes hatte er bis auf Cornelia Dumler, die im zweiten und dritten Durchgang auf dem Parkett stand, alle Spielerinnen eingesetzt. Dumler erwies sich in vielen Aktionen als Schwachpunkt.

Spiel schnell abhaken
«Sie hatte einen schlechten Tag und kann es viel besser», meinte Guidetti. Mit Zuspielerin Tanja Hart und Margareta Kozuch (7 Punkte) war er mehr zufrieden, sie erwiesen sich als Alternativen. Im ersten und zweiten Durchgang wurde dem höchstens unteres Bundesliga-Niveau präsentierenden Rivalen durch viele Eigenfehler nach Führungen von 21:12 und 22:12 noch Ergebniskosmetik gestattet. Im dritten Satz ging ein 12:6 verloren, verkürzte Mexiko auf 16:18 und hielt mit.

«Wir haben uns im Block schwer getan», merkte Grün kritisch an. Mit 17 Zählern war sie wie schon im ersten Spiel Punktbeste vor Birgit Thumm (13) und Christiane Fürst (11). «War der Erfolg über die Dominikanische Republik ein Sieg für die Psyche und das Selbstvertrauen, so haben wir uns heute nicht mit Ruhm bekleckert und müssen das Spiel schnell abhaken. In den kommenden drei Spielen müssen und werden wir anders zur Sache gehen», versprach Thumm. (nz)