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Lupe Volleyballerinnen beginnen WM mit Sieg

Die deutschen Volleyballerinnen sind erfolgreich in die Weltmeisterschaft in Japan gestartet. Gegen ein Team aus der Karibik gelang der DVV-Equipe ein glatter Sieg.

Von Peter Juny, Sapporo

Die deutschen Volleyballerinnen tanzten auf dem Parkett ausgelassen im Kreis, alle strahlten um die Wette und waren erleichtert über den Start nach Maß bei der Weltmeisterschaft in Japan. Das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti erhielt sich in Sapporo mit dem souveränen und wichtigen 3:0 (25:17, 25:16, 25:21)-Sieg über die Dominikanische Republik die Chance auf den Einzug in die zweite Runde. Die ersten vier Teams aus vier Sechser-Staffeln kommen weiter. Mexiko am morgigen Mittwoch, der Olympia-Zweite Russland, Olympiasieger China und der EM-Vierte Aserbaidschan sind in Gruppe B die weiteren Vorrundengegner.

«Davon haben wir geträumt»
«Mein Team hat sehr konzentriert und motiviert eine wirklich gute Teamleistung geboten. Dafür haben wir sechs Monate gearbeitet», sagte der Coach sichtlich zufrieden. «Das war ein Super-Turniereinstieg. Von so einem Start haben wir geträumt. Das gibt uns Sicherheit und ein gutes Gefühl für die kommenden Aufgaben. Wir haben noch Potenzial nach oben», stellte Kapitän Angelina Grün fest. Mit 15 Zählern war sie beste Punktesammlerin vor Birgit Thumm (10) und Atika Bouagaa (9). «Das war ein Sieg für die Psyche und das Selbstbewusstsein», urteilte Thumm nach dem Erfolg in nur 71 Minuten.

Damit gelang den deutschen Frauen die Revanche für die WM 1998 ebenfalls in Japan, als das erste Spiel ebenfalls gegen diesen Gegner nach einem 15:1-Gewinn im ersten Satz 2:3 verloren wurde und nach drei Niederlagen vorzeitigt die Heimreise angetreten werden musste. «Wir hatten den Rivalen diesmal im Griff, trotzdem waren wir vor dem Spiel angesichts der Bedeutung schon aufgeregt», gestand Libero Kerstin Tzscherlich, die schon vor acht Jahren dabei war.

Nervöser Beginn
Diesmal erzielte die deutsche Mannschaft ein klares Übergewicht und gefiel mit seiner Spielanlage. Nur beim nervösem Beginn und einer Schwächephase im dritten Abschnitt, die nach einer 8:3-Führung zum 13:13 führte, fehlte etwas die Harmonie. Ansonsten dominierten die Deutschen, für die ein Telegramm der gleichfalls für die WM qualifizierten männlichen Kollegen - «Mädels haut rein, legt vor» - zusätzlicher Ansporn war. «Wir konnten den deutschen Angriff nicht blockieren, dazu waren Block und Annahme nicht gut genug», anerkannte Rivalen-Trainer Beato Miguel Cruz. Im Service und bei 12:5- Blockpunkten lagen die eindeutigen Vorteile des deutschen Teams. «Ich habe die Mannschaft selten so konsequent gesehen, hinzu kamen eine starke Annahme und viele erfolgreiche Blocks», freute sich DVV- Vizepräsident Götz Moser.

Neben den erfahrenen Grün, Thumm, Bouagaa, Tscherlich und Christiane Fürst standen mit Kathleen Weiß aus Schwerin auf der wichtigen Zuspieler-Position und Mittelblockerin Corina Ssuschke aus Dresden zwei Spielerinnen in der Stammformation, die erst unter Guidetti richtig aufblühten. Ssuschke erzielte fünf ihrer acht Punkte als Blockerin. «Das war einfach geil. Wir waren akribisch vorbereitet und immer mit dem Doppelblock zur Stelle. Der Gegner wusste teilweise nicht, was er machen sollte», sagte die 23-Jährige. (dpa)