netzeitung.deDeutsche Klubs treffen auf schwere Gegnerinnen

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Renate Lingor vom 1. FFC Frankfurt (r.) mit Jennifer Zietz von Turbine Potsdam (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Renate Lingor vom 1. FFC Frankfurt (r.) mit Jennifer Zietz von Turbine Potsdam
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Den beiden deutschen Vereinen aus Potsdam und Frankfurt stehen im Uefa-Cup der Frauen schwere Aufgaben bevor. So wartet auf die Brandenburgerinnen der dänische Meister.

Von Peter Juny

Pokalverteidiger 1. FFC Frankfurt und der deutsche Meister Turbine Potsdam wollen im Viertelfinale des Uefa-Cups den guten Ruf des deutschen Frauen-Fußballs auch auf Vereinsebene bestätigen. Die beiden Europapokal-Finalisten der zurückliegenden Saison sind am Mittwoch in den Hinspielen in Skandinavien gefordert: Die Frankfurterinnen, Europacup-Gewinner von 2002 und 2006, legen in Sofiemyr nahe Oslo gegen den norwegischen Meister Kolbotn IL vor. Potsdam als Europapokal-Sieger von 2005 muss sich beim dänischen Titelträger Bröndby IF Kopenhagen beweisen.

Steffi Jones noch angeschlagen
Die Ausgangspositionen für die deutschen Teams sind dabei sehr unterschiedlich, auch wenn sie zuversichtlich in die Spiele gehen. Frankfurt präsentiert sich auch ohne Nationalspielerin Steffi Jones, die erst wieder mit dem Training begonnen hat, schon in starker Verfassung und hat zuletzt in der Bundesliga mit einem 6:1 beim FCR Duisburg Selbstvertrauen getankt. Potsdam ist nach namhaften Abgängen mit einem verjüngten Team von der Leistungsstärke der vorigen Saison noch ein ganzes Stück entfernt und auf Formsuche. Zwei Bundesliga-Niederlagen gegen Essen-Schönebeck und zu Hause gegen Aufsteiger Wolfsburg sind der Beleg dafür.

«Für uns beginnt die heiße Phase im Kampf um eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Champions League des Frauen-Fußballs. Dabei ist sich mein Team der Tatsache voll bewusst, dass uns der norwegische Meister mit neun Nationalspielerinnen alles abverlagen wird», sagte Frankfurts Trainer Hans-Jürgen Tritschoks. Er hat sein Team auf die norwegische Spielweise mit langen Bällen nach vorne und sehr körperbetontem Zweikampfverhalten eingestimmt.

Turbine-Trainer Schröder zuversichtlich
«Wir müssen Solveig Gulbradsen als zentrale Schaltstelle im offensiven Mittelfeld neutralisieren und aus einer sicheren Abwehr heraus unser schnelles und variantenreiches Spiel über die Flügel aufziehen», fordert er. «Unsere Mannschaft ist für diese Herausforderung motiviert und wird alles geben, um mit einer guten Basis in das entscheidende Rückspiel vor heimischer Kulisse gehen zu können», fügte Manager Siegfried Dietrich mit Blick auf den zweiten vergleich am 19. Oktober hinzu.

Turbine-Trainer Bernd Schröder traut seinem Team einen knappen Auswärtssieg zu. «Skandinavische Mannschaften liegen uns mit ihrem geradlinigen Spiel, das haben die vergangenen beiden Jahre auf internationaler Bühne gezeigt», meinte er überzeugt. «Wir müssen unsere Spielweise durchbringen.» Mit Nationalspielerin Navina Omilade und der 16-jährigen Stefanie Draws (Knieverletzung) stehen jedoch zwei Stammkräfte nicht zur Verfügung. Omilade wird am Donnerstag operiert: Sie hatte sich am Sonntag gegen Crailsheim (3:1) den linken Ellbogen ausgekugelt und einen mehrfachen Bänderriss zugezogen. (dpa)