Deutsche Klubs treffen auf schwere Gegnerinnen
10.10.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Pokalverteidiger 1. FFC Frankfurt und der deutsche Meister Turbine Potsdam wollen im Viertelfinale des Uefa-Cups den guten Ruf des deutschen Frauen-Fußballs auch auf Vereinsebene bestätigen. Die beiden Europapokal-Finalisten der zurückliegenden Saison sind am Mittwoch in den Hinspielen in Skandinavien gefordert: Die Frankfurterinnen, Europacup-Gewinner von 2002 und 2006, legen in Sofiemyr nahe Oslo gegen den norwegischen Meister Kolbotn IL vor. Potsdam als Europapokal-Sieger von 2005 muss sich beim dänischen Titelträger Bröndby IF Kopenhagen beweisen.
«Für uns beginnt die heiße Phase im Kampf um eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Champions League des Frauen-Fußballs. Dabei ist sich mein Team der Tatsache voll bewusst, dass uns der norwegische Meister mit neun Nationalspielerinnen alles abverlagen wird», sagte Frankfurts Trainer Hans-Jürgen Tritschoks. Er hat sein Team auf die norwegische Spielweise mit langen Bällen nach vorne und sehr körperbetontem Zweikampfverhalten eingestimmt.
Turbine-Trainer Bernd Schröder traut seinem Team einen knappen Auswärtssieg zu. «Skandinavische Mannschaften liegen uns mit ihrem geradlinigen Spiel, das haben die vergangenen beiden Jahre auf internationaler Bühne gezeigt», meinte er überzeugt. «Wir müssen unsere Spielweise durchbringen.» Mit Nationalspielerin Navina Omilade und der 16-jährigen Stefanie Draws (Knieverletzung) stehen jedoch zwei Stammkräfte nicht zur Verfügung. Omilade wird am Donnerstag operiert: Sie hatte sich am Sonntag gegen Crailsheim (3:1) den linken Ellbogen ausgekugelt und einen mehrfachen Bänderriss zugezogen. (dpa)

