Schweinsteiger drückt Hockey-Team Daumen
Nach «König Fußball» im Sommer und dem gerade in Aachen zu Ende gegangenen Reit-Championat soll die noch immer im Lande herrschende Hochstimmung auch die Hockey-Herren zum Erfolg tragen. «Einen Heim-Vorteil gibt es auf jeden Fall. Wenn Euphorie herrscht, muss der Funke von den Fans auf die Mannschaft überspringen», meinte Peters. Nur bei der WM-Premiere 1971 in Barcelona verpassten die deutschen Herren bisher die Vorschlussrunde und wurden am Ende Fünfte. Dank des Heim-Vorteils schätzt DHB-Chef Stephan Abel diesmal die Chance der Gastgeber auf die Titelverteidigung als sehr hoch ein.
Den Rest muss das nach dem Bronze-Rang bei den Olympischen Spielen in Athen stark verjüngte Team machen. Und mangels Erfahrung gegenüber Peters' Favoriten mit Olympiasieger Australien, Europameister Spanien sowie dem Olympia- und EM-Zweiten Niederlande sind Zweifel durchaus angebracht.
Auch seine Akteure sind zuversichtlich. «Wichtig ist ein guter Einstand gegen Indien», erklärte Kapitän Timo Weß. Die Niederlande, England, Südafrika und Südkorea sind weitere Gegner in der Vorrunden- Gruppe B. «Holland und Deutschland schaffen es ins Semifinale», glaubt DHB-Präsident Abel, der einen kräftigen Schub für die noch immer im Schatten stehende erfolgreichste olympischen Ballsportart erhofft.
Einen prominenten Sympathisanten haben die Hockey-Asse in Fußball-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger vom Rekordmeister FC Bayern München. «Hockey interessiert mich sehr und ich werde unserer Mannschaft ganz kräftig die Daumen drücken, damit sie den Titel verteidigen kann», versprach «Schweini». Und weiß auch warum: «Die Bronzemedaille von 2004 und bei der EM in Leipzig 2005 stimmen mich da zuversichtlich.» (nz)
