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Lupe Obikwelu ist der schnellste Mann Europas

Der Portugiese Francis Obikwelu hat bei der Leichtathletik-EM das Finale über die 100-Meter-Strecke gewonnen. Auch ein deutscher Sprinter hatte den Endlauf erreicht.

Francis Obikwelu ist der schnellste Mann Europas. Der in Nigeria geborene Portugiese verteidigte bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Göteborg seinen am grünen Tisch errungenen Titel über 100 Meter und machte damit den ersten Schritt zum erhofften goldenen Double. In der europäischen Jahresbestzeit von 9,99 Sekunden verwies der Olympia-Zweite den Russen Andrej Jepischin (10,10) und den Überraschungs-Dritten Matic Osovnikar aus Slowenien (10,14) auf die weiteren Podestplätze. Über 200 Meter strebt der 27 Jahre alte Obikwelu seinen zweiten Coup an.

Ostwald Achter
Der deutsche Meister Ronny Ostwald aus Wattenscheid wurde in 10,38 Sekunden Achter. Letzter deutscher 100-Meter-Sprinter in einem EM-Finale war 1994 in Helsinki Ostwalds Vereinskollege Marc Blume als Sechster. Für den Briten Dwain Chambers ging der Traum vom ersten EM-Gold dagegen nicht auf. Der 28-Jährige musste sich in seinem ersten großen Rennen nach seiner zweijährigen Dopingsperre mit dem siebten Rang (10,24) begnügen. Seine beiden EM-Titel von München 2002 über 100 Meter und mit der Sprintstaffel hatte Chambers wegen seines Doping-Geständnisses in diesem Jahr verloren - erst dadurch avancierte Europarekordler Obikwelu auch zum Europameister 2002. (nz)