netzeitung.deWerder Bremen erreicht Ligapokal-Finale

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Mehdi Mahdavikia gegen den Bremer Pierre Wome (r.). (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Mehdi Mahdavikia gegen den Bremer Pierre Wome (r.).
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Torsten Frings hat Werder Bremen ins Endspiel um den Ligapokal befördert. Im Halbfinale gegen den Hamburger SV taten sich auf beiden Seiten die Neuzugänge positiv hervor.

Werder Bremen steht im Finale des Fußball-Ligapokals. Der Vizemeister setze sich am Dienstagabend mit 2:1 (0:0) im Nordderby gegen den Hamburger SV durch und trifft nun im Endspiel am Samstag in Leipzig (18.00 Uhr/Premiere) auf den Sieger der Partie zwischen Meister Bayern München und dem FC Schalke 04.
Rot für de Jong
Rückkehrer Mohamed Zidan (50. Minute) und Torsten Frings (82.) erzielten die Tore vor 25.000 Zuschauern im Weserstadion. Für die Hamburger war Neuzugang Boubacar Sanogo erfolgreich (70.). Nigel de Jong sah nach einem groben Foulspiel an Frings die Rote Karte (76.). «Wir wollen jedes Spiel gewinnen, egal gegen welchen Gegner. Es geht um den ersten Titel der Saison«, sagte Torschütze Frings im Hinblick auf das Finale.

In der Neuauflage des Bundesliga-Saisonfinales, in dem Werder sich mit einem Sieg in Hamburg noch Rang zwei und die direkte Champions-League-Qualifikation gesichert hatte, bestätigten die Bremer das Kräfteverhältnis im Norden. Neben dem Prestigeerfolg bringt der Einzug ins Finale eine Prämie von rund 1,2 Millionen Euro - Geld, das Werder einsetzen könnte, um den Transfer von Per Mertesacker von Hannover 96 doch noch zu realisieren. Nach einer weiteren Verhandlungsrunde am Dienstag soll die Entscheidung bis zum Wochenende fallen.

Nahtlos eingefügt
Eineinhalb Wochen vor Bundesliga-Start zeigte Werder eine Stunde lang das variablere und reifere Spiel. Die deutschen WM-Teilnehmer Miroslav Klose, Tim Borowski und Frings fügten sich trotz kurzer Vorbereitungszeit nahtlos ein. Daneben waren Neuzugang Pierre Womé mit seinen dynamischen Vorstößen und Flanken von links sowie der unermüdlich rackernde Zidan eine Verstärkung. Das Spiel des HSV litt unter den Ausfällen von Khalid Boulahrouz und Thimothee Atouba. In Paolo Guerrero bot Thomas Doll zudem nur einen Stürmer auf.

Im Bremer Dauerregen legten beide Teams ein hohes Tempo vor. Gefährlicher waren zunächst die Gastgeber, bei denen bis auf Hugo Almeida alle Neuzugänge in der Startelf standen. Nach sechs Minuten trat Naldo einen wuchtigen Freistoß aus 20 Metern. Den Aufsetzer konnte Stefan Wächter, der im HSV-Tor den Vorzug vor Sascha Kirschstein erhalten hatte, nur abklatschen. Doch Klose verzog. Vier Minuten später hatte Zidan das 1:0 auf dem Fuß, aber nachdem er Wächter bereits umspielt hatte, zögerte er einen Augenblick zu lange.

Der HSV antwortete prompt und brachte das von Andreas Reinke gehütete Tor zwei Mal in Gefahr. Zunächst versuchte es Guerrero mit einem Flachschuss von der rechten Seite (19.), dann der neue Kapitän Rafael van der Vaart mit einem Freistoß. Beide Male konnte Reinke mit den Fingerspitzen zur Ecke lenken.

Kurz nach der Pause nutzte Werder seine Kombinationsstärke zur verdienten Führung. Der eingewechselte Daniel Jensen sowie Klose bereiteten vor, Zidan schloss diesmal sicher ab. Für den HSV antwortete der erst zu Wochenbeginn verpflichtete Sanogo, der zur Pause für Wicky gekommen war, mit dem Ausgleich. Nach dem Platzverweis für de Jong gelang Frings mit einem Distanzschuss der verdiente Siegtreffer. (nz)