Voigt im Fall Landis «der Verzweiflung nahe»28. Jul 2006 12:34, ergänzt 14:35  |  Jens Voigt | Foto: dpa |
|
Für Radprofi Jens Voigt war die Nachricht vom mutmaßlich gedopten Kollegen Floyd Landis ein Schock. Der Gewinner einer Tour-Etapppe hofft, «dass die Lage zu retten ist».
Jens Voigt vom Radrennstall CSC blickt trotz des jüngsten Dopingfalles bei der Tour de France zuversichtlich in die Zukunft des Radsports. «Ich bin ja prinzipiell immer ein positiv eingestellter Mensch, und ich denke nach wie vor, dass die Lage zu retten ist», sagte Voigt am Freitag in einem Interview mit dem Fernsehsender N24. Am Vortag war bekannt geworden, dass Tour-Sieger Floyd Landis aus den USA nach der 17. Etappe erhöhte Testosteronwerte aufwies.
Schwerer Schlag
Voigt, der die 13. Etappe der Tour de France nach einem Fluchtversuch für sich entschieden hatte, gilt als entschiedener Dopinggegner. Schon während der «Großen Schleife» hatte er im Zuge des Dopingskandals um den deutschen Radstar Jan Ullrich eine Gen-Datenbank gefordert. Mit Hilfe eingefrorener Blut- und Haarproben aller Profiradfahrer wäre es seiner Meinung nach möglich, Eigenblutdoper zu überführen.
Geschockt reagierte der gebürtige Mecklenburger nun auf die neuerliche Doping-Meldung: «Natürlich ist es schwierig im Augenblick, und wenn sich das mit der B-Probe noch bestätigen sollte, ist das natürlich ein äußerst schwerer Schlag wieder mal für uns. Und klar, man ist natürlich manchmal der Verzweiflung nahe», sagte er. (nz)
|