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Landis will seinen «Namen reinwaschen»

28. Jul 2006 08:07, ergänzt 11:46
Floyd Landis in Gelb
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Floyd Landis hat öffentlich um die Chance gebeten, seine Unschuld beweisen zu dürfen. Dem Sieger der diesjährigen Tour de France wurde ein erhöhter Testosteron-Wert nachgewiesen.

Der Sieger der diesjährigen Tour de France, der Amerikaner Floyd Landis, hat den gegen ihn erhobenen Dopingvorwurf zurückgewiesen. Er habe nicht betrogen, um die Frankreich-Rundfahrt zu gewinnen, sagte Landis am späten Donnerstagabend bei einer Telefonkonferenz. «Ich denke, dass es eine gute Chance gibt, dass ich meinen Namen rein waschen kann», sagte der 30-Jährige. «Alles, worum ich bitte, ist, mir eine Chance zu geben, meine Unschuld zu beweisen. Ich möchte als unschuldig gelten, bis die Schuld bewiesen ist - so machen wir das in Amerika.»

Ein klares «Nein»

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«Ich kann es nicht erklären», sagte Landis mit Verweis auf den beim ihm festgestellten ungewöhnlich hohen Testosteron- und Epitestosteron-Werte nach der 17. Etappe. Der Weltverband UCI hatte das Schweizer Radteam Phonak am Mittwoch über das Dopingergebnis informiert. Phonak machte am frühen Abend den Namen des mutmaßlich gedopten Angestellten - Floyd Landis - öffentlich.

Floyd Landis
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«Es kann ein Fehler gewesen sein oder etwas, das mit den Umständen des Rennens zu tun hat oder etwas, was ich getan habe», verteidigte sich der Amerikaner. Es habe jedoch nicht an einer Verabreichung von Testosteron gelegen. Auf die Frage, ob er verbotene Substanzen eingenommen habe, um seine Leistungsfähigkeit zu steigern, antwortete er mit einem klaren «Nein».

Neben der von ihm beantragten B-Probe will Landis mit seinen Ärzten weitere mögliche Ursachen des plötzlich erhöhten Testesteron-Stands prüfen. Er hatte für die Tour eine Ausnahmegenehmigung für die Benutzung des Schmerzmittels Cortison für Injektionen in die Hüfte. Wegen deren Degeneration muss er demnächst operiert werden. Zudem nahm er Mittel gegen Schilddrüsenüberfunktion ein.


Hintergrund:
Landis lag vor der 17. Etappe auf dem elften Platz und mehr als acht Minuten hinter dem führenden Spanier Oscar Pereiro. Auf einer der schwersten Alpenetappen griff er dann aber an und erreichte einen spektakulären Sieg. Danach lag er auf Platz drei der Gesamtwertung und nur noch 30 Sekunden hinter dem Führenden.


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  • Ist der Radsport am Ende?
  • Den Sieg sicherte sich Landis dann beim Zeitfahren am vergangenen Samstag. Er gewann am Ende die Tour mit 57 Sekunden Vorsprung auf Pereiro. Dritter wurde der Deutsche Andreas Klöden. Sollte sich der Verdacht gegen Landis bestätigen, könnte ihm der Tour-Sieg aberkannt werden. (nz)
     
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