18. Jul 2006 09:52, ergänzt 13:05
Jürgen Klinsmann wird das Bundesverdienstkreuz nicht persönlich entgegen nehmen. Der Ex-Bundestrainer will lieber anderen das Rampenlicht überlassen.
Klinsmann betonte erneut, mindestens ein halbes Jahr aussetzen zu wollen. Zeitlich würde diese Frist perfekt passen, denn US-Nationaltrainer Bruce Arena will Ende 2006 zurücktreten. Angeblich hat der Verband bereits bei Klinsmann angefragt. Doch der sagt: «Ich brauche Zeit». Er benötige «mindestens» ein halbes Jahr, um die WM zu verarbeiten und auszuwerten.Der 41-Jährige wünscht sich, «dass die Spieler den Schwung der WM mitnehmen. Natürlich ist nicht alles auf die Liga übertragbar. Die WM war eine psychologische Ausnahmesituation.» Klinsmann glaubt erkannt zu haben, warum sich die Euphorie nicht über eine ganze Fußball-Saison halten wird. «Wir haben den Jungs besonders vor den K.o.-Spielen gesagt: Das ist euer Moment, greift ihn euch. Das kann ein Bundesliga-Trainer nicht jede Woche seiner Mannschaft erzählen.»
Das Bundesverdienstkreuz wird Klinsmann am 14. August nicht persönlich entgegennehmen. «Ich brauche noch etwas Abstand. Und dieser Termin liegt zwei Tage vor dem ersten Länderspiel nach der WM - da sollen andere im Mittelpunkt stehen», so Klinsmann. Am 16. August bestreitet die Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Joachim Löw ein Länderspiel gegen Schweden in Gelsenkirchen. (nz)