netzeitung.deKlinsmann will ganz Vater sein

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Jürgen Klinsmann (l.) und Philipp Lahm. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Jürgen Klinsmann (l.) und Philipp Lahm.
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Jürgen Klinsmann wird das Bundesverdienstkreuz nicht persönlich entgegen nehmen. Der Ex-Bundestrainer will lieber anderen das Rampenlicht überlassen.

Jürgen Klinsmann hat seine Familie für sich wiederentdeckt und will nach einer anstrengenden WM erst einmal viel Zeit mit seinen Kindern verbringen. «Gerade jetzt spüre ich, wie mich meine Kleinen brauchen», sagte der ehemalige Fußball-Bundestrainer im Interview mit der «Bild»-Zeitung. Klinsmann, Ehefrau Debbie und die Kinder hatten nach der WM fünf Tage bei Freunden in Mailand entspannt. «Ich habe viel Zeit mit ihnen verbracht». Mit dem 9 Jahre alten Jonathan habe er Fußball gespielt, mit der vier Jahre alten Tochter Leila Bilder gemalt «wie ein normaler Vater».
«Ich brauche Zeit»
Klinsmann betonte erneut, mindestens ein halbes Jahr aussetzen zu wollen. Zeitlich würde diese Frist perfekt passen, denn US-Nationaltrainer Bruce Arena will Ende 2006 zurücktreten. Angeblich hat der Verband bereits bei Klinsmann angefragt. Doch der sagt: «Ich brauche Zeit». Er benötige «mindestens» ein halbes Jahr, um die WM zu verarbeiten und auszuwerten.

Der 41-Jährige wünscht sich, «dass die Spieler den Schwung der WM mitnehmen. Natürlich ist nicht alles auf die Liga übertragbar. Die WM war eine psychologische Ausnahmesituation.» Klinsmann glaubt erkannt zu haben, warum sich die Euphorie nicht über eine ganze Fußball-Saison halten wird. «Wir haben den Jungs besonders vor den K.o.-Spielen gesagt: Das ist euer Moment, greift ihn euch. Das kann ein Bundesliga-Trainer nicht jede Woche seiner Mannschaft erzählen.»

Das Bundesverdienstkreuz wird Klinsmann am 14. August nicht persönlich entgegennehmen. «Ich brauche noch etwas Abstand. Und dieser Termin liegt zwei Tage vor dem ersten Länderspiel nach der WM - da sollen andere im Mittelpunkt stehen», so Klinsmann. Am 16. August bestreitet die Nationalmannschaft unter dem neuen Bundestrainer Joachim Löw ein Länderspiel gegen Schweden in Gelsenkirchen. (nz)