Fechter überzeugen bei EM
Stuttgart/Izmir (dpa) - Nach den erfolgreichsten Europameisterschaften seit Koblenz 2001 blicken die deutschen Fechter mit breiter Brust auf die Weltmeisterschaften im Oktober in Turin. Die Damendegen-Mannschaft holte am Samstag im türkischen Izmir die Bronzemedaille und gewann damit das vierte deutsche Edelmetall. Einzel-Europameisterin Claudia Bokel (Tauberbischofsheim), Imke Duplitzer (Bonn), Britta Heidemann und Marijana Markovic (beide Leverkusen) verloren zunächst das Halbfinale gegen Vize-Weltmeister Ungarn mit 27:33 Treffern. Im Gefecht um Platz drei wurde Olympiasieger Russland 45:27 bezwungen.
Einzig die Degenherren blieben nach einer schlechten Saison daheim und konzentrieren sich auf Turin. Am Schlusstag verpasste das Florett-Team der Damen weiteres Edelmetall durch ein 31:35 im Viertelfinale gegen Polen. Vize-Weltmeisterin Anja Müller, Katja Wächter, Carolin Golubytskyi und Sandra Bingenheimer (alle Tauberbischofsheim) wurden durch ein 27:30 gegen Italien Sechste. Russland gewann Florett-Gold durch ein 28:27 gegen Rumänen. Ungarns Degenherren besiegten im Finale Polen 45:31.
Die deutschen Säbelherren unterlagen im Viertelfinale Weltmeister Russland 31:45 und wurden nach einem 36:45 gegen Frankreich Sechste. Gold ging erneut an Rumänien, das 45:40 gegen Ungarn gewann. Gegen den übermachtigen Favoriten Russland hatte «mit einem Sieg keiner gerechnet», sagte Säbel-Bundestrainer Jo Rieg. Dabei hatte es zunächst nach einer Sensation ausgesehen, als der Koblenzer Dennis Bauer trotz einer Armverletzung 13:5 gegen Vize-Weltmeister Stanislaw Posdniakow gewann und Deutschland zwischenzeitlich wieder auf 16:18 heranbrachte. Doch gegen die Russen konnten er und Nicolas Limbach (Dormagen), Björn Hübner (Tauberbischofsheim) und Christian Kraus (Eislingen) nichts ausrichten. (dpa)
