netzeitung.deUllrich will sich gegen Doping-Vorwurf wehren

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Jan Ullrich (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Jan Ullrich
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Radprofi Jan Ullrich will sich offenbar gegen die Doping-Anschuldigungen einer spanischen Zeitung zur Wehr setzen. Ein renommierter Wissenschaftler wüsste auch wie.

Radprofi Jan Ullrich plant offenbar, sich gegen die Doping-Vorwürfe, welche die spanische Zeitung «El Pais» am Dienstag gegen ihn erhoben hatte, juristisch zur Wehr zu setzen. «Wir werden uns das nicht gefallen lassen», sagte Ullrichs Manager Wolfgang Strohband der «Süddeutschen Zeitung»: «Wir werden offensiv gegen die Zeitung vorgehen, wobei ich das noch mit den Anwälten absprechen werde.»

«Rudicios Sohn»
Das renommierte spanische Blatt hatte Ullrich am Vortag explizit mit dem Doping-Skandal um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes in Verbindung gebracht. «El Pais» hatte sich dabei auf Erkenntnisse der spanischen Ermittler gestützt, welche bei ihrer Doping-Razzia im Mai Dokumente sichergestellte hatte, in denen der Codename «Hijo Rudicio» (übersetzt: «Rudicios Sohn») benutzt worden war.

Rudy Pevenage ist seit Jahren Ullrichs Mentor und zudem seit diesem Jahr wieder als Sportlicher Leiter bei Ullrichs T-Mobile-Team. Zudem waren drei präparierte Blutbeutel aus dem Jahr 2004 mit der Aufschrift «Jan» gefunden worden. Beide Indizien interpretierte «El Pais» zu Ungunsten Ullrichs.

«Das belastet Jan schon sehr», sagte Strohband der SZ: «Jan hat deshalb zu mir gesagt: Da müssen wir etwas tun.» Auch einen von den Behören offerierten DNA-Test schließt der Hamburger Manager nicht aus. Dieser sei einfach zu bewerkstelligen, glaubt nach SZ-Angaben auch der Heidelberger Molekularbiologe Werner Franke. Sollte der deutsche Radstar dem Test verweigern, müsse er «ein schlechtes Gewissen» haben. (nz)