Leichtathletin Bolm nimmt nächste Hürde
Nach eigener Aussage ist der Spaß für Kirsten Bolm vorbei. Nach dem Ende der Hallen-Saison, die für Deutschlands beste 100m-Hürdensprinterin lediglich einen «Spaßfaktor» darstellte, hat sie nun mit einem Trainingslager in Südafrika die Vorbereitung auf die Freiluft-Saison eingeläutet. Deren Höhepunkt wird zweifelsohne die Europameisterschaft in Göteborg (8. bis 13. August) sein. Nach ihrem späten internationalen Durchbruch 2005 besteht für die 31 Jahre alte Athletin berechtigte Hoffnung auf eine Medaille.
Im letzten Jahr katapultierte Bolm ihre persönliche Bestzeit um 21 Hundertstel auf 12,59 Sekunden. Ein weiteres Ausrufezeichen setzte die Psychologiestudentin bei der Weltmeisterschaft in Helsinki mit einem hervorragenden vierten Platz im Finallauf. «Da die drei vorderen Plätze bei der WM 2005 von nicht-europäischen Athletinnen besetzt worden waren, hat Kirsten Bolm sehr gute Chancen, in Göteborg eine Medaille zu holen», blickt Gerhard Janetzky, Geschäftsführer des Berliner Leichtathletik-Meetings ISTAF, optimistisch in Richtung Schweden.
Doch aufgeben kam für Bolm nicht in Frage. «Ich bin zielstrebig. Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, lasse ich mich nicht so schnell aus der Ruhe bringen«, beschreibt sie ihr Lebensmotto.
Diese Einstellung hat sich für Kerstin Bolm im letzten Jahr bezahlt gemacht, und in diesem Jahr soll das wieder so sein.
