netzeitung.deBoll rettet Sieg gegen Tschechien

 Herausgeber: netzeitung.de

Timo Boll (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Timo Boll
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Deutschland hat es bei der Team-WM der Tischtennisspieler spannend gemacht. Beim Damenteam riss die Siegesserie, die Qualifikation fürs Achtelfinale ist in Gefahr.

Die Formel «Zwei Mal Boll plus X» erweist sich für Deutschlands Tischtennis-Herren als Erfolgsrezept. Der 25 Jahre alte Weltranglisten-Zweite aus Gönnern führte die Gastgeber bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft in Bremen zu einem 3:2-Zittersieg gegen Tschechien. Nach dem zweiten Erfolg im zweiten Gruppenspiel, zu dem der Ausnahmespieler aus Gönnern erneut zwei Punkte beisteuerte, setzte sich das Team des WM-Zweiten von 2004 hinter Österreich auf Platz zwei in der Gruppe C. Das Viertelfinale ist weiterhin im Visier.

Dagegen verloren die DTTB-Damen am Dienstagabend mit 0:3 gegen Österreich und kassierten im dritten Gruppenspiel ihre erste Niederlage. Damit ist die angestrebte Qualifikation für das Achtelfinale vor den beiden letzten Vorrundenpartien gegen WM-Mitfavorit Südkorea und Australien in Gefahr geraten.

«Kann noch zulegen»
«Man kann nicht erwarten, jeden Ball zu treffen. Wichtig ist der Sieg. Ich kann noch einiges zulegen», sagte Boll. Der Linkshänder verlor nur gegen Tschechiens Spitzenspieler Petr Korbel vom Bundesligisten Würzburg einen Satz und erhöhte seine WM-Bilanz auf makellose 4:0. Den Siegpunkt holte beim Stand von 2:2 Christian Süß. Der 20-jährige Düsseldorfer bezwang im Duell der Youngster das tschechische Talent Gavlas vor 3000 Zuschauern im AWD-Dome mit 3:1 Sätzen.

Nur für Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf (Gönnern) läuft sein 14. WM-Turnier nicht nach Plan. Der 36 Jahre alte Routinier erhielt einen Tag nach seiner Einzel-Niederlage im Norwegen-Spiel erneut das Vertrauen des Trainerstabes. Der Ex-Europameister verlor aber an Position drei in fünf Sätzen gegen den Weltranglisten-107. Richard Vyborni und muss nun um seinen Startplatz bangen. «Jeder will spielen, das ist doch klar», sagte Roßkopf. Für ihn könnte bereits in der Mittwoch-Partie gegen Polen (19.00 Uhr) Bastian Steger (Düsseldorf) oder Zoltan Fejer-Konnerth (Grenzau) ins Team rücken. (nz)