DFB treibt Ermittlungen voran
17.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Theo Zwanziger
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In den Ermittlungen um etwaige Wettmanipulationen macht der DFB Dampf. Der Verband hat den Zweit- und Regionalligisten eine Frist gesetzt.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fordert alle Spieler der 2. Bundesligen und der Regionalligen auf, ihnen eventuell übermittelte Angebote für Wettmanipulationen bis zum 29. März schriftlich beim Verband anzuzeigen. Entsprechende Briefe an die Klubs seien am Freitag verschickt worden, teilte der DFB mit. «Wir wollen wissen, wer wo durch wen angesprochen worden ist», sagte DFB-Chefjustiziar Goetz Eilers.
Keine KronzeugenregelungDFB-Präsident Theo Zwanziger will die Aufforderung des Verbandes an die Spieler, sich zu offenbaren, nicht als Kronzeugenregelung verstanden wissen. «Die Maßnahme soll der Erleichterung der Ermittlungen dienen und die Chance erhöhen, die in Untersuchungshaft sitzenden Beschuldigten zu überführen», sagte Zwanziger. In der Vorwoche hatten Spieler der Regionalligisten 1. FC Eschborn, Eintracht Trier, SpVgg Bayreuth und Stuttgarter Kickers Anwerbeversuche für eine Spielmanipulation zugegeben. Sie waren nach eigener Aussage nicht auf die Angebote eingegangen. Es ist weiterhin offen, ob und wann in dieser Sache ein Ermittlungsverfahren eröffnet wird.
Der Kontrollausschuss-Vorsitzenden Horst Hilpert versprach von einer Anklage gegen jene Spieler abzusehen, denen von dritter Seite die Manipulation eines Spiels angeboten wurde, wenn sie entweder kein Geld angenommen oder die Manipulation nicht zugesagt hätten. Sollte ein Spieler angesprochen worden sein und dies bis zum kommenden Mittwoch nicht dem DFB mitteilen, drohe ihm gemäß den DFB- Bestimmungen eine Bestrafung wegen unsportlichen Verhaltens.
In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt teilte Hilpert außerdem mit, dass einem Spieler, sofern er sich auf Angebote von Dritten eingelassen hat und dies jetzt beim DFB anzeigt, zugesichert wird, dass ein «Geständnis strafmildernd in einem Strafverfahren berücksichtigt werden wird». (nz)