netzeitung.deFlensburger beenden Kiels Heimserie

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Der Kieler Stefan Lövgren. (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Kieler Stefan Lövgren.
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Beim innerdeutschen Champions-League-Duell haben die Handballer der SG Flensburg-Handewitt vorgelegt. Sie führten den THW Kiel streckenweise vor.

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League beim THW Kiel mit 32:28 (12:13) gewonnen und sich damit eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am Samstag verschafft. Vor 10.250 Zuschauern in der ausverkauften Ostseehalle war Sören Stryger am Dienstagabend mit sechs Treffern, darunter fünf Siebenmeter, der erfolgreichste Werfer für den Vizemeister aus Flensburg. Für den Meister und Bundesliga- Tabellenführer traf Vid Kavticnik am häufigsten (5 Tore).
Lövgren wirft und trifft
Die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß, als Kapitän Stefan Lövgren mit dem ersten Versuch erfolgreich war. In den Anfangsminuten zeichnete sich vor allem Torhüter Henning Fritz aus, der zwei Würfe aus dem Spiel heraus und einen Siebenmeter von Lars Christiansen entschärfte. Mit dem Treffer zum 7:4 des starken Kavticnik erspielte sich Kiel zum ersten Mal einen Drei-Tore-Vorsprung (15. Minute). Doch die Gäste kamen immer wieder heran, auch weil THW-Europameister Nikola Karabatic sich aus dem Rückraum zahlreiche Fehlwürfe leistete.

Wie umkämpft die Partie der beiden schleswig-holsteinischen Rivalen war, ließ sich auch daran ablesen, dass sich Kiels Marcus Ahlm und Flensburgs Jonny Jensen schon früh jeweils die zweite Zeitstrafe einhandelten. Weil gleichzeitig aber auch ungewöhnlich viele Fehler auf beiden Seiten das Spiel prägten, konnte sich bis zur Halbzeit kein Team mit mehr als zwei Toren absetzen.

Vorgeführt
Flensburg, das flüssiger kombinierte und weniger nervös wirkte als die Gastgeber, startete furios in die zweite Hälfte und ging mit 16:13 in Führung (34.). Nachdem Kiel noch einmal ausgleichen konnte, zog Flensburg erneut davon, diesmal gar auf 21:16 (42.). Von diesem Schock erholten sich die Gastgeber nicht mehr und wurden von den Flensburgern streckenweise vorgeführt. Immerhin konnte Kiel den Rückstand bis zum Schluss in Maßen halten und so zumindest die kleine Chance auf den Halbfinal-Einzug wahren.

In dieser Saison war es bereits die vierte Begegnung beider Teams. Im Supercup und in der zweiten Runde des DHB-Pokals war jeweils Kiel erfolgreich. Flensburg entschied das Bundesliga-Hinspiel zu seinen Gunsten. Nach dem insgesamt 50. Aufeinandertreffen der beiden Nordrivalen lautet die Bilanz nun 27:20 zu Gunsten Kiels. (nz)