netzeitung.deDänische Sportler bleiben zu Hause

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Das dänische Tischtennis-Nationalteam hat aus Sicherheitsgründen eine Reise in den Nahen Osten abgesagt. Auch der Fußball-Verband erwägt Konsequenzen angesichts der Ausschreitungen.

Die gewalttätigen Proteste wütender Muslime gegen die Karikaturen des Propheten Mohammed haben nun auch Folgen für den Sport. In Dänemark, wo die von Muslimen als Gotteslästerung empfundenen Zeichnungen zuerst erschienen waren, hat das Tischtennis- Nationalteam am Dienstag aus Sicherheitsgründen eine Reise in den Mittleren Osten abgesagt. Der Fußballverband DBU erwägt eine Absage des Freundschaftsspiels gegen Israel, das für den 1. März in Tel Aviv geplant ist. Keine Auswirkungen haben die Vorfälle bislang auf die dänische Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Turin.

Die DBU betonte, sie sei in engem Kontakt mit dem dänischen Außenministerium und wolle über eine «mögliche Absage» in den kommenden Wochen entscheiden. Der dänische Tischtennisverband teilte am, dass die Teilnahme an den Turnieren in Kuwait und Katar Mitte Februar abgesagt wurde. «Wir sind sehr traurig, dass wir unsere Teilnahme auf Grund der Situation in der Welt absagen mussten», sagte der Sprecher des Tischtennisverbandes, Arne Madsen.

Das dänische Außenministerium hatte die Dänen aufgefordert, muslimische Länder zu meiden, nachdem es in den vergangenen Tagen zu gewalttätigen Übergriffen gekommen war. Aufgebrachte Muslime hatten dänische Flaggen verbrannt und Botschaften attackiert. Bislang sind bei den Protesten mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. (nz)