Beyer: Größere Gegner lassen leichter treffen
Markus Beyer biegt in die Zielgerade seiner Karriere ein. Deutschlands einziger aktueller Box-Weltmeister will seinen Titel noch zwei Jahre verteidigen und anschließend fit sein für das Leben außerhalb des Rings, der seit 1983 seine sportliche Heimat ist. «Man sollte zwar nie nie sagen, aber es ist schon sehr wahrscheinlich, dass ich 2007 aufhöre. Ich hoffe, natürlich als Weltmeister», sagte der WBC-Champion im Supermittelgewicht vor seiner freiwilligen Titelverteidigung am Samstagabend (22.10 Uhr/ARD) in Berlin gegen den Italiener Alberto Colajanni.
Die neue Lockerheit hat den 1,76 Meter großen Wahl-Bremer in der Vorbereitung aber nicht leichtfertig gemacht. «Ich bin bestens vorbereitet und gehe sehr zuversichtlich in den Kampf. Ich bin der Favorit und ich will gewinnen», erklärte der 34 Jahre alte Deutsche vor seinem mittlerweile zwölften WM-Fight überaus zuversichtlich. Colajanni stand erst 18 Mal im Ring und ist noch unbesiegt. «Ich bin hierher gekommen, um zu gewinnen», kündigte der 32-Jährige vor seinem ersten Auslandsauftritt an.
«Zudem haben wir auch viele Projekte im sozialen Bereich. So arbeiten wir mit Kindern und geben ihnen mit Hilfe von Kampfsporttraining mentale Stärke und Selbstvertrauen», erläuterte der Box-Profi, den am 4. März eine neue Herausforderung am Ring erwartet. Beyer wird in Oldenburg als ARD-Experte den WM-Kampf von Stallgefährte Arthur Abraham (Berlin) analysieren.
In Berlin gibt es am Samstagabend im Schwergewicht ein zweites deutsch-italienisches Aufeinandertreffen, allerdings unter umgekehrten Vorzeichen. Lokalmatador Cengiz Koc fordert Colajannis Landsmann Paolo Vidoz um dessen EM-Titel heraus. «Wenn Cengiz den Gürtel gewinnt, könnte er in den nächsten zwölf Monaten eine WM- Chance erhalten», erklärte Promoter Wilfried Sauerland. Der 28 Jahre alte Koc hat von seinen 24 Profi-Fights 23 gewonnen. Sein sieben Jahre älterer Gegner hat 22 Kämpfe (20 Siege) in seinem Rekord. (dpa)
