21. Jan 2006 17:25
Die Vereinsführung von Olympique Marseille hat vor dem Champions-League-Sieg 1993 möglicherweise zu unerlaubten Mitteln gegriffen. Einzig Rudi Völler lehnte die Injektion ab.
Die Spieler von Olympique Marseille haben sich bei ihrem Champions-League-Sieg 1993 möglicherweise eines Dopingvergehens schuldig gemacht. Der frühere Olympique-Mittelfeldspieler Jean- Jacques Eydelie gestand im Gespräch mit der französischen Sportzeitung «L'Equipe», dass die Spieler vor dem in München mit 1:0 gegen den AC Mailand gewonnenen Finale eine Injektion erhalten hätten.«Wir mussten uns aufstellen und bekamen eine Spritze in das Gesäß. Wir wussten nicht, was es war», sagte der heute 39 Jahre alte Eydelie dem Blatt. Einzig der damals für Olympique spielende deutsche Nationalstürmer Rudi Völler habe sich geweigert und keine Injektion bekommen. Das ihm unbekannte Mittel habe keine besondere Wirkung gehabt, betonte Eydelie. «Ich hatte danach einen trockenen Mund und fühlte mich ein bisschen komisch.» (nz)