netzeitung.deEriksson von falschem Scheich geleimt

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Englands Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Englands Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ein Flug in der ersten Klasse nach Dubai, Kaviar und Champagner auf einer Luxusyacht: Englands Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson hat gegenüber einem falschen Scheich mögliche Zukunftspläne ausgeplaudert.

Englands Fußball-Nationaltrainer Sven Göran Eriksson ist offenbar auf den in England bekannten Undercover-Reporter Mazher Mahmood hereingefallen. Mahmood hatte sich als Scheich ausgegeben und sich mit Eriksson in einem 7-Sterne-Hotel in Dubai getroffen. Dem Berichterstatter der «News of the World» offenbarte der Schwede allerlei Geheimnisse.

Nach der WM soll Ende sein
Demnach zeigte sich Eriksson bereit, nach der Fußball-WM in diesem Sommer seinen Job als Nationaltrainer vorzeitig aufzugeben. Eigentlich läuft sein Vertrag noch bis 2008. «Fünfeinhalb Jahre als englischer Teammanager sind eine lange Zeit», sagte Eriksson.

Beim Dinner soll Eriksson zudem die Idee geäußert haben, als Trainer zum Premier-League-Club Aston Villa zu wechseln und dort mit finanzieller Unterstützung des Scheichs eine große Mannschaft aufzubauen. Mit finanzieller Unterstützung durch den Scheich könnte er bei Aston sein Traumteam zusammenstellen. Als Gehaltsvorstellung soll er eine Summe von fünf Millionen britischen Pfund (umgerechnet rund 7,3 Millionen Euro) netto genannt haben.

Klage über Rooneys Temperament
Zugleich deutete Eriksson an, David Beckham zum Wechsel von Real Madrid zu Villa bewegen zu können. Das Blatt zitiert den Trainer mit den Worten, Beckham sei bei Real nach der dritten Saison ohne Titel «ein wenig frustriert» und wolle nach England zurück. Stürmer Michael Owen sei bei seinem Verein in Newcastle ebenfalls «nicht glücklich». Zugleich soll sich Eriksson über das «heftige Temperamt» seines Nachwuchs-Stars Wayne Rooney beklagt und National-Verteidiger Rio Ferdinand Faulheit unterstellt haben.

Erikssons Manager Athole Still bezeichnete das Vorgehen der Boulevardzeitung als «böse Falle». Er bestätigte Gespräche mit dem vermeintlichen Scheich über dessen mögliches Engagement bei einem Erstliga-Klub, der Rest des Artikels sei aber «reine Fantasie». Der englische Fußballverband FA wollte zunächst keinen Kommentar abgeben.

«News of the World» hatte mit seinem als Scheich getarnten Reporter Mahmood bereits mehrfach Prominente reingelegt. (nz)