Schock für Michael Owen
01. Jan 2006 10:44, ergänzt 12:04
 |  Michael Owen, hier noch im Trikot von Real Madrid, wo er sich nicht durchsetzen konnte. | Foto: dpa |
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Ausgerechnet am Silvestertag hat sich Newcastles Stürmerstar Michael Owen schwer verletzt. Englands Nationaltrainer Eriksson hofft auf eine Gesundung bis zur WM.
Englands Fußball-Nationalmannschaft bangt ein halbes Jahr vor der Weltmeisterschaft um Michael Owen. Der Stürmerstar von Newcastle United hat sich am Silvestertag den Mittelfuß gebrochen und fällt mindestens zwei Monate aus. Der 26- Jährige erlitt die Verletzung am Samstag im Meisterschaftsspiel bei Tottenham Hotspur, das die Londoner durch Treffer von Teemu Tainio (43. Minute) und Ahmed Mido (66.) mit 2:0 gewannen.
Tief enttäuscht
«Das ist eine große Enttäuschung für mich, aber jeder bekommt nun mal seinen fairen Anteil an Verletzungen», sagte Owen nach der Diagnose. Diese ist deshalb bitter, weil er weiß, dass auch schon die Stars David Beckham, Wayne Rooney, Gary Neville und Steven Gerrard mit dieser Verletzung lange Zeit ausgefallen waren. «Wenn es überhaupt einen Trost gibt, dann ist es die Tatsache, dass bis zum Beginn des World Cup noch eine Menge Zeit bleibt», meinte Owen, der fest an seine WM-Teilnahme glaubt: «Das haben alle Experten gesagt.»«Ich hoffe, dass er so schnell wie möglich zurückkommt und werde seine Fortschritte genau verfolgen», erklärte Englands Nationaltrainer Sven-Göran Eriksson. «Michael ist ein sehr wichtiger Stürmer für seinen Verein und die Nationalmannschaft.» Der Weltmeister von 1966 trifft in der Vorrunde in der Gruppe B auf Paraguay, Trinidad und Tobago sowie Eriksson Heimatland Schweden.
Auch Newcastles Torhüter Shay Given, der mit Irland nicht bei der WM dabei ist, zog sich gegen Tottenham eine Verletzung zu und fällt ebenfalls aus. Bei Given wird eine Daumen-Fraktur befürchtet.
Führungs-Quartett siegreich
Wie Tottenham beendeten auch die anderen drei Clubs des Führungs- Quartetts den letzten Spieltag des Jahres in der Premier League mit Siegen. Spitzenreiter FC Chelsea gewann ohne Robert Huth durch Tore von Hernan Crespo ((25.) und Arjen Robben (43.) mit 2:0 gegen Birmingham City. Die Londoner verteidigten damit ihren Elf-Punkte- Vorsprung vor Manchester United. «Wir haben 2005 in der Meisterschaft 101 Punkte gemacht - unglaublich», sagte Chelsea-Trainer Jose Mourinho, «das sind eine Menge Siege und wir haben diese Saison sogar noch besser begonnen als die vorige.»
Ferguson hofft auf gutes Jahr
In «Old Trafford» glichen die Bolton Wanderers durch Gary Speed zwar die Führung von Manchesters Bruno N'Gotty aus. Doch Louis Saha und Ronaldo mit zwei Treffern sorgten noch dafür, dass Uniteds Manager Alex Ferguson nach dem 4:1-Erfolg am Silvestertag seinen 64. Geburtstag zufrieden feiern konnte. Nach dem frühen Aus in der Champions League sieht Sir Alex wieder Licht: «Das Team wächst zusammen und die jungen Spieler reifen heran, so dass wir auf ein gutes 2006 hoffen können.»
Liverpool mit zehntem Sieg in Folge
Auf der Erfolgswelle schwimmt auch der FC Liverpool. Der Champions-League-Sieger gewann durch das Tor von Peter Crouch (52.) mit 1:0 gegen West Bromwich Albion und feierte den 10. Sieg in Folge. Jetzt fehlt nur noch ein Erfolg, um den «Vereinsrekord» zu erreichen, den die «Reds» 1982 unter Trainer Bob Paisley aufgestellt hatten. Liverpool - mit zwei Spielen im Rückstand - ist vor Tottenham (37) mit 40 Punkten Dritter hinter Chelsea (55) und Manchester United (44). (nz)