Erste Niederlage für DHB-Damen
«Der Sieg war greifbar. Das war ein super Frauen-Handballspiel. Die erste Halbzeit von uns war richtig klasse. Da hat alles gestimmt. Am Ende war das Zünglein an der Waage: Wer macht einen Fehler. Da hatte Dänemark das Glück des Tüchtigeren. Das ist richtig schade, denn die Mannschaft hat sich bestens präsentiert», sagte Bundestrainer Armin Emrich. «Das eine Tor ist echt schade und spiegelt nicht den Leistungsstand der Mannschaft wieder», bedauerte Linksaußen Susanne Henze vom Buxtehuder SV.
In dem Tempo-Spiel vor der stimmungsvollen Kulisse von 700 Zuschauern war erneut Nadine Krause (Leverkusen/9/3) beste Werferin der deutschen Mannschaft, die nach einem Ruhetag am Freitag gegen Brasilien einen Sieg zum Erreichen der Hauptrunde braucht. Die Dänin Andersen sah wegen groben Foulspiels die Rote Karte.
Doch in ihrem Jubiläumsspiel gelang dem Rückraum-Star zunächst wenig. Dafür aber sprangen ihre Kolleginnen in die Bresche. Die Abwehr, die sich immer mehr zum Prunkstück entwickelt, unterband die dänischen Angriffsbemühungen schon im Entstehen. Dahinter bot Torhüterin Sabine Englert ihre bislang beste Turnierleistung. Und im Angriff traf die in bestechender Form aufspielende Nadine Krause aus dem linken Rückraum und vom Siebenmeterpunkt.
«Ich hoffe, dass wir noch genug Kraft übrig haben, um gegen Dänemark zu gewinnen», hatte Grit Jurack angesichts der beiden schweren Spielen gegen Polen und Österreich gesagt. So schlichen sich zu Beginn des zweiten Durchgangs Konzentrationsschwächen gegen die aggressiver zu Werke gehende dänische Abwehr ein und die DHB-Auswahl musste das 14:14 (33.) hinnehmen. In der 40. Minute geriet der EM- Fünfte beim 18:19 erstmals in Rückstand, kämpfte sich aber wieder auf 21:21 (47.) heran und hielt die Partie offen, doch am Ende jubelten wieder die Däninen. (nz)
